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AEP Architekten Eggert Generalplaner

Virngrundklinik Ellwangen

Ort
Ellwangen
Auftraggeber: Ostalbkreis
Wettbewerb: 1. Preis
Leistungsphasen: 1-9 (HOAI)
Baukosten: 113,9  Mio €
NF: 24.500  m²
BRI: 191.800  m³

Normalpflege, Intensivpflege, OP Abteilung, Chirurgie, Radiologie, Urologie, Gynäkologie, Geburtshilfe, Erwachsenen-,Kinder-und Jugendpsychiatrie, Notaufnahme, Funktionsdiagnostik, Therapie, Haupteingang, Innere Medizin, Verwaltung, Café
Neustrukturierung mit Neubau, Umbau und Erweiterung im laufenden Betrieb.

Städtebau

Die städtebauliche Aufgabenstellung für die Erweiterungsbauten der VirngrundKlinik Ellwangen wurde vom Planverfasser gesehen in dem respektvollen Einfügen der Neubaumaßnahmen in die bestehende Bebauung der Bausubstanz des Klinikgebäudes sowie im Ergänzen des von Romanik, Gotik und Barock geprägten Stadtbildes von Ellwangen.
Der Bauabschnitt 3 (BA 3) mit dem Neubau BT D des Betten- und Behandlungshauses operative Bereiche, dem Umbau der Ebene 5 des BT C und dem Neubau BT E als zentraler Eingangsbereich mit Aufnahme und der Verwaltung ist ein weiterer Schritt für die Erweiterung der VirngrundKlinik Ellwangen. Entlang der Nord Süd- Magistrale sind alle Gebäudeteile angedockt und über die zentrale Halle gut erkennbar miteinander verbunden und erreichbar. Dazu gehören weiter der Bauabschnitt 2b (BT K) der Kinder und Jugend- Psychiatrie, der Bauabschnitt 2a (BT J) der Erwachsenen-Psychiatrie, sowie der Verbindungsbau (BT H) mit der Gymnastikhalle und dem Casino/Cafe, sowie der 1. BA (BT C) und der Bauteil G, das bestehende Bettenhaus der Inneren Medizin.

Operationsabteilung

Die Operationsabteilung ist ebenengleich mit dem Aufwachraum, der Zentralsterilisation und der Intensivabteilung vom 1. BA, E4 BT C, die durch eine Brücke mit dem 3. BA BT D verbunden ist. Die Operationsräume mit je 43 m² haben eine 3.20m / 3.20m große Laminar-Flow-decke über dem OP Feld.
Die Ein- und Ausleitungsräume, sowie je 1 Waschraum für je 2 Op`s sind den Op`s nördlich vorgelagert. Südlich der Op`s liegt der Sterilflur, der mit der Zentralsterilisation und dem Sterilgutlager 1 im Westen und dem Sterilgutlager 2 im Osten verbunden ist. Der Aufwachraum liegt auf östlicher Seite und ist einerseits durch eine Umbettschleuse mit dem OP verbunden, andererseits mit dem externen nördlichen OP Flur. Die übergeordneten Räume wie Schleusen, Palettenreinigungslager, Diktatplätzen und OP-Leitung liegen nördlich der Ein- und Ausleitungsspange und sind von diesen Räume durch den internen OP Flur getrennt.

Psychiatrie

Der Entwurf beruht auf zwei geometrisch ähnlichen, polygonalen Atriumbaukörpern, die über eine gemeinsame Magistrale mit dem Haupteingang des Krankenhauses verbunden sind. Die Besonderheit liegt in der für die Bauaufgabe Psychiatrie neuen Atrium- Typologie. Für die Patienten des gesicherten Bereichs ermöglicht diese einen erweiterten, qualitativ ganz anderen Aufenthalts-, Kommunikations- und Bewegungsbereich, der sich durch Galerien und Zonierungen vielfältig erleben läßt, und sich nicht nur wie üblich durch Flure und Zimmer beschränkt.
Die Öffnung zur Landschaft mittels einer Stahlbrücke suggeriert mehr Freiheit, als die Patienten tatsächlich haben und wirkt dem Gefühl der Internierung entgegen. Für das Personal verschafft diese Bautypologie einen Überblick über sämtliche Flure, Aufenthaltsräume und das Atrium vom zentral gelegenen Stützpunkt.

Gynäkologie u. Geburtshilfe

Die Gynäkologie und Geburtshilfe gliedert sich in 3 Kreissäle, einen Notsektioraum und die dazugehörigen Nebenräume, diverse Untersuchungsräume, eine Säuglingsabteilung sowie die geburtshilfliche und gynäkologische Pflege. Der Kreissaalbereich im 1. BA ist durch ein Brückenbauwerk mit der geburtshilflichen Pflege des 3. BA verbunden. Die Kreissäle unterscheiden sich durch ihre innenräumliche Gestaltung. Die wohnliche Atmosphäre ist ein wichtiges Kriterium, erreicht durch warme Materialien und behagliche Lichtgestaltung.
Der Notsektioraum liegt für schnellen Handlungsbedarf unmittelbar gegenüber den Kreissälen. Ein atmosphärisch gestaltetes Entspannungsbad ist Bestandteil der Abteilung.
Die Untersuchungsräume liegen auf dem Brückenbau unmittelbar beim Kreissaalbereich und Hebammen - Stützpunkt.
Im 3. BA Bauteil D, E5 sind die Pflegestationen Geburtshilfe und Gynäkologie mit insgesamt 45 Betten, sie sind durch einen gemeinsamen Pflegestützpunkt verbunden