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AEP Architekten Eggert Generalplaner

Christliches Kinderhospital, Osnabrück

Ort
Osnabrück
Gebäudekategorie
Krankenhäuser, Ärztehäuser, Arztpraxen
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2011
Material Fassade
Putz
Architektenpreis
BDA
Design & Health
Auftraggeber: Christliches Kinderhospital Osnabrück GmbH
Wettbewerb: 1. Preis
Leistungsphasen: 1-9 (HOAI)
Baukosten: 33,6 Mio €
NF: 6.363 m²
BRI: 51.000 m³

Pflege für Neugeborene, Säuglinge, Klein- und Schulkinder, Jugendliche,
Neonatologie, Tagesklinik, Mukoviszidose-Zentrum, pädiatrisches Untersuchungs- und Behandlungszentrum, Elternwohnen
Anschluss an bestehendes Marienhospital im laufenden Betrieb

Städtebau

Die Entwurfsverfasser greifen deutlich das Konzept eines eigenständigen Baukörpers als Erweiterung des Marienhospitals auf. Gleichzeitig ist der Neubau durch seine Proportionierung und Positionierung so gestaltet, dass allseitig statt Restflächen und Zwischenräumen hochwertige Außenräume entstehen. Mit einer beschwingten Leichtigkeit schafft er eine identitätsstiftende Adresse für das CKO.

Gestaltung des öffentlichen Raumes

Mit dem großzügigen Vorplatz zur Kirche St. Johann kommt der prägnante Baukörper hervorragend zur Wirkung und öffnet sich mit dem eigenen Haupteingang selbstbewusst zur Osnabrücker Innenstadt.     
Die Materialwahl des Neubaus verstärkt die selbstverständliche Integration in die umliegende Bebauung. Die verwendeten Elemente, wie die Außenhaut in Putz, das außenliegende Treppenhaus in leicht grün schimmerndem Profilitglas und die farbigen Fensterrahmen geben dem Bauwerk seinen eigenständigen zeitgemäßen Charakter. Das grüne Glas bildet ein modernes Gegenüber der Eingangsgeste zur grün leuchten Kupferbedachung der St. Johann-Kirche.

Fassadengestaltung

Die äußere Erscheinung als einfach heller, verputzter Baukörper mit akzentuierten Fensterleibungen stellt sich als zeitgemäße Interpretation der typischen Osnabrücker Häuser dar.
Die großzügigen Lochfenster sind mit asymmetrisch eingesetzten Aluminium Leibungsblech-Rahmen farbig in 3 gelb-orange Tönen ausgebildet. Die eingesetzten anthrazitfarbenen Kunststofffenster sind innen mit Holzrahmen eingefasst.
Im Innhof und der darunter liegenden Eingangshalle sind orangefarbene Putzflächen als Paneele in den leicht vertieft abgesetzten Fensterbändern ausgebildet.

Innenraum

Für jede Ebene gibt es eine beherrschende Leitfarbe welche die Landschaftsthemen des Orientierungs-systems aufgreift: lachsrot, blau, grün, orange und gelb gliedern die Ebenen von unten nach oben. Themen wie das Meer und die Antarktis, Wiese und Wald, Strand und Düne schaffen Orientierung im Haus.
Tier- und Pflanzenmotive geben jedem Zimmer seine eindeutige Adresse und Identität. Das Orientierungs-system ist so mit Spiel und Animationsmöglichkeiten für die kleinen Patienten unterlegt.
Die zentralen Eingangshalle ist Trffpunkt und Aufenthaltsbereich für Jung und Alt. Eine 360°-Rutsche auf den Galerien der Halle, die skulpturalen Wendeltreppen und ein grosszügiger Kinderspielplatz im Aussenberich unterstützen die Identität des Hauses.