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agn Niederberghaus & Partner

Ersatzneubau für die Zentralmensa, ein Servicezentrum und studentisches Wohnen in Bonn

3. Rang
agn Niederberghaus & Partner GmbH
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News
12.07.2019
Für den Hochschulstandort Bonn ist ein Ersatzneubau für die Zentralmensa, das Studierendenservicezentrum und studentisches Wohnen im Carré Nassestraße geplant. Dazu hat das Studierendenwerk Bonn ein Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Generalplanungswettbewerb durchgeführt. Das Preisgericht hat am 27. Juni 2019 das agn-Konzept mit dem 3. Rang ausgezeichnet.
Ein wichtiger Aspekt in der Bewertung war neben der Qualität des Architekturkonzepts die städtebauliche Verträglichkeit, insbesondere auch in denkmalpflegerischer und nachbarschaftlicher Hinsicht. Gleichzeitig mussten zahlreiche funktionelle und technische Belange in einem flexiblen und anpassungsfähigen Konzept vereint werden. Auf diese Vorgaben reagiert der agn-Beitrag als „eigenständiger Entwurf mit überraschendem städtebaulichen Konzept“, so das Jury-Urteil.
Die subtile Ergänzung der Blockstruktur und ihre teilweise Auflösung im Norden ermöglicht die Ausbildung eines zusammenhängenden, zentralen Bereichs. Durch die Freistellung der denkmalgeschützten Häuser werden diese erlebbar und der öffentliche Raum wird fließend um sie sowie die Anrainer herumgeführt. So entsteht ein zusammen- hängender Stadtraum, der durch die verkehrsberuhigten Nassestraße zum Campus wird. Durch die geschickte Anordnung der Hauptzugänge wird der öffentliche Raum durch das Gebäude hindurchgeführt.
Die Studentenwohnungen bilden die oberen beiden Ebenen des Hauptgebäudes. Sie sind zweibündig mit eingeschnittenen Terrassen bzw. einbündig um einen innenliegenden Grünhof organisiert. Durch die zentrale Lage des Hofs sowie die Orientierung der Terrassen ist der Lärm- und Sichtschutz gegenüber der vorhandenen Wohnbebauung sichergestellt. Ein sechsgeschossiges Gebäude des Studierendenwerks nimmt in Dimension und Höhe Bezug zur Umgebung auf und artikuliert den Eingang des Campus.
Die Mensa wird so zum zentralen Bestandteil des Campus. Sie wird daher auch als gastronomischer Erlebnisraum definiert, der mit Koch- und Ausgabeinseln und Ausbildung unterschiedlichster Sitzbereiche seine Anforderung an eine moderne, vielfach nutzbare Gastronomielandschaft erfüllt. Das Fassaden- und Materialkonzept integriert die Baukörper mit Holz, Sichtbeton und Klinker authentisch und integral und dennoch selbstbewusst in den urbanen Kontext