Zurück zum Profil
Allmann Sattler Wappner . Architekten

Marienplatz Sperrengeschoss, München

Ort
München
Gebäudekategorie
Flughäfen, Bahnhöfe, Haltestellen
Bauvorhaben
Umbau
Jahr der Fertigstellung
2015
Nach drei Jahren Bauzeit präsentiert sich das neu gestaltete Sperrengeschoss des Münchner U- und S-Bahnhofs Marienplatz heute übersichtlich, hell, modern und kundenfreundlich.
Der gemeinsame Entwurf von Allmann Sattler Wappner Architekten und dem Lichtdesigner Ingo Maurer überzeugte in dem von den Stadtwerken München ausgeschriebenen Realisierungswettbewerb die Jury. Ein modernes taktiles Leitsystem mit Handlaufbeschriftungen in Profilschrift und Braille schafft mehr Barrierefreiheit für Sehbehinderte. Die Sicherheitsmarkierungen auf allen Glasfassaden, Handlaufbeleuchtungen und die kontrastierende Materialwahl
im Boden- und Treppenbereich schaffen zusätzlich Orientierung.
Mit dem Sperrengeschoss Marienplatz ist ein neuer unverwechselbarer Raum im Herzen der Stadt entstanden. Der konturlose und weitläufige Bestand wurde auf einfache Räume reduziert – uneinsehbare Nischen und Angsträume entfernt. Neben der Konzentration der öffentlichen Funktionen auf die Schalterhalle sind entlang der Passagen zu den Ausgängen hin zusätzliche Flächen für Handel und Dienstleistungen entstanden.
Der strapazierfähige Natursteinboden in der Schalterhalle und der Passage reflektiert das Licht optimal. Ebenso die Brüstungsschalen und die Treppenanlagen, die aus dem gleichen Material bestehen. Strukturierte, silbergraue Edelstahlstreifen der Fassade schaffen zusätzliche Lichtreflexe. In den Zugängen zu den U- und S-Bahnen bleiben die blauen Fliesen wie im Bestand von 1971 als prägendes Element bestehen - sie setzen sich farblich ab und schaffen
so Orientierung.
Ein wesentliches Gestaltungselement ist das von Ingo Maurer entworfene Lichtkonzept. Die Decke der Zentralen Bahnhofshalle wurde in Anlehnung an die von Freiherr Alexander von Branca entworfenen Bahnsteige und als Homage an den Münchner Künstler Rupprecht Geiger in Orangerot gestaltet. Sie hat Signalwirkung und wirkt raumbildend. Für die Passage wurde eine unmerklich gerichtete, leicht reflexive metallische Decke entwickelt, die den Raum großzügiger wirken lässt. Medienbänder nehmen in diesen Bereichen sämtliche
technische Einbauten und Beleuchtung auf. Eine speziell dafür entworfene LED Beleuchtung schafft gleichzeitig Atmosphäre.

PROJEKTDATEN
Wettbewerb 2010 1. Preis
Projektphase 06/2010 - vorrs.Ende 2015
Bauphase 02/2013 - vorrs. Ende 2015
Leistungsphasen HOAI § 15, Lph 1 - 7 & Baukünstlerische Oberleitung
Bauherr Stadtwerke München
Bruttogrundfläche 5420 m²
Bruttorauminhalt 16659 m³
Team Veronika Stetter (Projektleitung), Sebastian Kordowich (Projektleitung), Julia Behm, Veit Grundmann, Philipp Herbter, Rob Liedgens, Andrea Ludwig, Bernine Pryor
Lichtkonzept Ingo Maurer GmbH, München
Fotos Brigida González, Friederike Klesper
Pressekontakt Nina Eisenbrand
[email protected]
089.13992517