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Andreas Heupel Architekten

H7 - Neubau eines nachhaltigen 7-geschossigen Verwaltungsgebäudes in Holz-Hybrid- Bauweise

Foto: Christian Richters
Foto: Christian Richters
Ort
Münster
Gebäudekategorie
Büros, Verwaltungsbauten, Banken
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2016
Architektenpreis
best architects 18 (gold)
Anerkennung Deutscher Holzbaupreis 2017
Um dem hohen ökologischen Anspruch des Hauptinvestors und Ankermieters, die Verwaltung einer regionalen Bio-Einzelhandelskette, gerecht zu werden, wurde schon in einem ersten Worshop Holz als primärer Baustoff festgelegt. Ziel war es, die Qualitäten von Holz als konstruktiven Baustoff einem größeren Publikum vor Augen zu führen. Gleichzeitig sollte der Neubau durch seine sieben Geschosse neue Anwendungsbereiche für den Holzbau eröffnen.

Die städtebauliche Situation am Stadthafen von Münster ist gekennzeichnet durch ein heterogenes Umfeld von Solitären und dem erkennbaren Strukturwandel des nicht mehr betriebenen Hafens. Zusammen mit dem Nachbargebäude formt der Neubau einen gemeinsamen Platz, über den die Haupteingänge erreicht werden.
Das schmale Grundstück prägt dabei den Baukörper nicht nur in seiner Grundriss-, sondern im Besonderen auch in seiner Höhenentwicklung. Verbreiterungen und Einschnitte folgen den Maßgaben der einzuhaltenden Abstandsflächen, geben dem Volumen so sein differenziertes Erscheinungsbild und bieten den Mietern gleichzeitig auf jeder Etage einen Austritt.

Bereits im Nutzungskonzept spiegelt sich die Durchgängigkeit der Themen Nachhaltigkeit und Ökologie wieder. So befinden sich z. B. im Erdgeschoss eine von allen Mietern nutzbare Seminarzone, ein Bistro sowie Duschen für Radfahrer.
Die Besonderheit der Konstruktion umfasst das Zusammenspiel der Ausnutzung der statischen Qualitäten von Holz und seiner klaren Berechenbarkeit im Brandfall. Durch die Vergrößerung der statischen Querschnitte um das Maß der Abbrandrate von 6,3 cm pro 90 Minuten konnte auf die sonst übliche Kapselung der Holzbauteile verzichtet werden. Dadurch erst wurde es möglich, die „soziale“ Komponente von Holz mit seinem „wärmenden“ Ausdruck zu erhalten und gleichzeitig die Konstruktion lesbar zu machen.