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ANGELIS & PARTNER

EUROGATE Terminal House in Wilhelmshaven

News
19.08.2014
Der Tiefwasserhafen JadeWeserPort ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte Deutschlands: er ist mit seinem 130ha großen tideunabhängigen Containerhafen nicht nur der Einzige seiner Art in Deutschland, sondern reagiert vielmehr auf die weltweit steigende Baugröße von Containerschiffen, um in Deutschland langfristig einen Umschlagplatz für den weltweiten Containertransport zu sichern. Betreiber des Container Terminals ist Europas führende, reedereiunabhängige Containerterminal- und Logistik-Gruppe EUROGATE.
Im Zuge der Entstehung des JadeWeserPorts, lobte EUROGATE 2008 einen eingeladenen Wettbewerb für den Neubau eines Büro- und Sozialgebäudes für die künftigen Mitarbeiter des EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven aus. Es galt einen Entwurf zu präsentieren, der zwei Ausbaustufen ermöglichte.
Das Architekturbüro Angelis & Partner(Oldenburg/Berlin/Wismar) in Arbeitsgemeinschaft mit den Ingenieuren der ARUP GmbH(Berlin) ging aus diesem Verfahren mit einem gleichermaßen funktionalen, wirtschaftlichen und zeichenhaften Projekt als Sieger hervor. Im Jahr 2010 wurde die Arbeitsgemeinschaft als Generalplaner mit der Realisierung des Terminal House beauftragt.
„Der Entwurf von Angelis & Partner entsprach hinsichtlich der funktionalen Aspekte unseren Vorstellungen eines Terminal Houses am deutlichsten: Er kombiniert die klassischen Anforderungen eines Verwaltungsgebäudes mit abwechslungsreichen Raumfolgen und dem Sozialbereich der Hafenmitarbeiter. Die vorgeschlagene Lösung deckt sich gänzlich mit unserer Philosophie der offenen Kommunikation und schnellen Entscheidungen.“ sagt Mikkel Andersen, Geschäftsführer des EUROGATE Container Terminals Wilhelmshaven zum Siegerentwurf (Zitat „discover Germany, issue 2, April 2013, S. 18).
Das multifunktionale Gebäude muss sich in einem großmaßstäblichen Umfeld behaupten und ein weithin sichtbares Zeichen setzen. Entsprechend der Struktur des Hafens ist der Neubau als länglicher Baukörper parallel zur Kaje konzipiert, der als Grenze und Schleuse von Mitarbeitern und Frachtgut vom Binnenland zum Terminal fungiert.
Die beiden Hauptfunktionen des Gebäudes sind von außen klar ablesbar und gliedern den Entwurf: der dem Hafen zugeordnete viergeschossige Umkleide- und Sozialraumtrakt als liegender Riegel auf der einen Seite und der repräsentative siebengeschossige Bürobereich als aufstrebender Turm auf der anderen Seite. Beide Gebäudeteile sind funktional weitgehend autark und haben eigene Zugänge. Sie werden durch das Motiv eines Bandes zusammengefasst, das das Terminal House deutlich als ein zusammenhängendes Gebäude nach außen präsentiert und den Besucher durch das Gebäude leitet. Zwischen den beiden Gebäudeteilen entsteht in der Fuge eine öffentliche und repräsentative Zone mit dem Eingangsbereich und einem großen Atrium, in dem der Ausblick über den Hafen und in die Ferne eindrucksvoll inszeniert wird.