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Architekten Schmidt-Schicketanz und Partner

Gymnasium Berchtesgaden

Foto: Michael Heinrich München
Foto: Michael Heinrich München
Ort
Berchtesgaden
Gebäudekategorie
Schulen
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2004
Verhandlungsverfahren 2001 / Folgeauftrag 2007
Bauherr Marktgemeinde Berchtesgaden
Bauvolumen 14,2 Mio. EUR
BGF 9.253 m²
Realisierung 2002 - 2004 / 2009 - 2010

Das Grundstück des Gymnasiums für 490 Schüler/18 Klassen liegt an einer vielbefahrenen Bundesstraße. Der daraus resultierende Lärmpegel war mit 76 dB(A) anzusetzen. Der Entwurf reagierte auf diese Ausgangssituation in der Gebäudekonfiguration und in der funktionellen Lösung des Raumprogramms - die Ausrichtung der Stammklassen nach Süden.

Ein Lärmschutzriegel schützt einen großen Innenhof, dem die Räume der Stammklassen und der Kollegstufe zugewandt sind. In der Konsequenz sind alle Flure nach außen orientiert. Über den ruhigen Innenhof, der zugleich auch Pausenhof ist, erreicht man den Eingang zur Pausenhalle. Ein Teil des Gebäudes ist als Zugang zum Innenhof aufgeständert und dient zudem als überdachter Pausenbereich.

Zentraler Verteiler ist die Pausenhalle, die durch ihren hohen Luftraum auch optisch das Erdgeschoss mit dem ersten Obergeschoss verbindet. An die Pausenhalle angegliedert und zuschaltbar sind der Mehrzweckraum und die Musikräume, so dass durch eine mögliche Abtrennung zwischen dem tiefer liegenden Eingangsbereich und der an den Hausmeisterkiosk angegliederten Pausenfläche alle erdenklichen Nutzungskonstellationen gegeben sind. Auf der Erdgeschossebene liegen außerdem die Räume der Kunsterziehung. Somit ist der funktionale Zusammenhang für den musischen Fachbereich sichergestellt.

Die Stammklassen liegen im ersten und zweiten Obergeschoss, dem ruhigen Innenhof und der Sonne zugewandt. Die Funktionsbereiche der naturwissenschaftlichen Fachklassen sind im zweiten Obergeschoss gelegen, die Verwaltung ist gut erreichbar im ersten Obergeschoss zusammengefasst.

Von 2009 bis 2010 wurde das Gymnasium um eine Mensa inklusive Küche für die Mittagsverpflegung erweitert. Der eingeschossige Baukörper, der über die Böschung des Gerner Baches auskragt, ist dem städtebaulichen Konzept des Gymnasiums untergeordnet. Die Mensa liegt parallel zum bestehenden Nordost-Flügel des Gymnasiums und ist an dessen Erschließungsflur angebunden.