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Architekten Schmidt-Schicketanz und Partner

Museumsdepot der Landeshauptstadt München

Foto: Stefan Müller-Naumann, München
Foto: Stefan Müller-Naumann, München
Ort
München
Gebäudekategorie
Kultur, Kunst und Design
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2011
Material Fassade
Metall
Verhandlungsverfahren 2008, LPH 1-5 gem. §33 HOAI
Verhandlungsverfahren 2009, LPH 6-9 gem. §33 HOAI
Bauherr Landeshauptstadt München Kulturreferat, Baureferat - Hochbau, Abt. I
Bauvolumen 23,8 Mio. EUR
BGF 12.800 m²
Realisierung 2009 - 2011

Das Gebäude dient als Depot für das Stadtmuseum, das Museum Villa Stuck und das Jüdische Museum der Landeshauptstadt München. Es fasst die zuvor über das Stadtgebiet verteilten Depotflächen zusammen und bietet auf ca. 10.000 m² Platz für rund 2,5 Millionen Exponate. Darunter befinden sich Ausstellungsstücke aus den Bereichen Schaustellerei, Film und Mode sowie Gemälde, Musikinstrumente und Möbel.

Bedingt durch die heterogene Umgebung des Gewerbegebietes und das Fehlen von städtebaulichen Bezügen wurde das Depot, das zu den größten in Europa zählt, als eigenständiger Solitär mit nahezu quadratischem Grundriss konzipiert. Matt silbergrau schimmernde Schindeln aus verzinntem Kupferblech umhüllen das Gebäude wie ein schützender Schuppenpanzer und versinnbildlichen seine Funktion - das dauerhafte Bewahren von Kulturgütern. Im Laufe der Jahre wird die Schindelfassade, die sich fugenlos um das gesamte Gebäude legt, Patina erhalten. Einzig die große, über Eck verlaufende Vitrine unterbricht die Schuppenhaut und öffnet das Gebäude der Öffentlichkeit. Die hier ausgestellten Exponate verweisen auf den Nutzungszweck des nach außen fensterlosen Gebäudes. Um die reduzierte Außenwirkung nicht zu stören, sind alle Zugänge und Fensterflächen zu dem in das Gebäudevolumen eingeschnittenen Betriebshof hin orientiert.

Der klimastabile Baukörper ist als Stahlbeton-Massivbau mit hoch gedämmter Gebäudehülle konzipiert und unterschreitet die Anforderungen der EnEV 2007 an den Jahresprimärenergieverbrauch um 81%. Die Raumtemperierung erfolgt über die Betonkernaktivierung der Decken.

2014 aufgenommen in die Liste „Beispielhafte Bauten. Energieeffizientes Bauen in Bayern“ der Bayerischen Architektenkammer