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ARTEC Architekten

Althan Quartier, Wien I 6B47 - 1. Preis

News
10.10.2018
offener zweistufiger Realisierungswettbewerb
1. Preis
Bauherr
6B47, Wien

Architekten
ARTEC Architekten, Am Hundsturm 5, 1050 Wien
Bettina Götz und Richard Manahl
MitarbeiterInnen:
Johannes Giselbrecht, Gerda Polig, Jun Wook Song
Gül Cacar, Hector Farre Cortada
Esther Eichhorn, Emanuel Spurny


Althangebirge
Die Bebauung der Gleisfelder des Franz-Josefs-Bahnhofs mitten in einer grossflächigen, noch intakten und relativ zentrumsnahen Gründerzeit-Bebauung hat in den Siebziger Jahren bereits den Massstab des Umfelds als herausragendes „Gebirge“ gesprengt. In Form einer „Bandstadt“ von strukturalistisch bis spätmodernen Bauten ist dabei die Bauhöhe über dem Gleisfeld vom Julius-Tandler-Platz bis zum Fernheizwerk Spittelau auf ca. das doppelte der Gründerzeit angehoben worden, die Situation am Strassenniveau ist durch fehlende Möglichkeiten von Querung und Infrastruktur für die Umgebungsbewohner mehr als problematisch.
Diese vorhandene, im Bereich des Franz-Josefs-Bahnhofs terrassiert geformte Bebauung wird am Wettbewerbsareal durch eine strassenbegleitende, in der Dachhöhe der Gründerzeitbebauung zurückgestaffelte beidseitige Bebauung mit maximaler Bauhöhe von 41 m (Althanstrasse) und 54 m (Nordbergstrasse) weiterentwickelt. Terrassenbebauungen haben in Wien seit den ersten, leider nicht realisierten Entwürfen von Adolf Loos bis zur neuen Wertschätzung der Gegenwart aufgrund der besonderen Qualitäten für die Bewohner eine sehr hohe Akzeptanz.
Für das Funktionieren des neuen Quartiers wird vom Verfasser als wesentlich erachtet, dass die Herstellung eines sehr gut an die Umgebung angebundenen Freiraums mit einem durchgängigen und weitgehend nicht überdeckten Park gelingt, der zwischen den Randzeilen in der vollen Breite über die 270 m des Wettbewerbsareals reicht. In der Fortsetzung der auftreffenden Strassenzüge, wo sich die Zugänge zum Hochpark befinden, soll sich die Bebauung markant in Strassenbreite und sechs Geschosse hoch (bis zur Dachzone der Gründerzeithäuser) zur Umgebung öffnen.
Zusätzlich zur horizontalen Gebäudefuge über dem Sockel im Bereich des Hochparks gliedert auf der Ebene 5 eine weitere Fuge mit allgemeinen Dachterrassen (die mit Brücken über den Park verbunden sind) und öffentlichen Funktionen das Gebäude im Übergang von der vertikalen strassenbegleitenden Bebauung zum Terrassenhaus. In den Ebenen 1 – 4 ist sowohl eine Büro- oder Gewerbenutzung als auch Wohnen möglich. Die Terrassenbauten über den Dächern der Umgebung und der allgemeinen Ebene 5 werden mehr oder weniger aufgrund der Qualitäten von Aussicht und und Ungestörtheit dem Wohnen vorbehalten sein.