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artec architekten

Neubau Produktionshalle Fa. Seidel

Einbindung
Der kompakte Baukörper mit einer Größe von 72 x 130 m erstreckt sich in Längsrichtung zum Grundstück parallel zum Lahnhöhenrücken mit Bahnlinie und Kreisstraße. Ein ca. drei Meter hohes verglastes Lichtband, lässt ihn über der Geländeebene schweben und ermöglicht Einblicke in alle Bereiche der Produktion, der Verwaltung sowie deren Nebenräume. Zur Lahnaue hin öffnet sich das Gebäude mit einer raumhohen Verglasung von 10 m Höhe und 70 m Länge. Die Hallenhohe Verglasung bestimmt im Wesentlichen das Erscheinungsbild im inneren der Halle. das Grün der Wiesen und Felder wird Teil der Innenraumatmosphäre.

Erscheinungsbild
Die silbermetallene Oberfläche der Domico-Planum - Fassadenverkleidung nimmt das jeweilige Himmelslicht auf und lässt den Gebäudekörper zum Teil mit ihm verschmelzen. Somit erscheint das große Volumen nicht scharfkantig kontrastreich sondern wird Teil der Umgebung. Im Inneren der Halle garantiert die weiße Kassettenwand in Verbindung mit der weitestgehend natürlichen Belichtung eine sehr große Akzeptanz und Zufriedenheit bei den Mitarbeitern, Ausblicke in die Umgebung wirken ausgleichend in einen von Technik geprägten Arbeitsumfeld. Von außen hat der Betrachter die Möglichkeit die Prozessabläufe in der Halle schematisch wahrzunehmen.

Konstruktion
Die Hallenkonstruktion besteht aus Stahlbetonfertigteilen (Stützen und Hallenbinder). Die Fassaden sind mit Stahlkassetten, Wärmedämmung und Glattblechfassaden (Domico-Planum - Fassade) verkleidet. Die Profile spannen sich von Stütze zu Stütze und nehmen in den vertikalen Fugen die Außenleuchten auf. Das gewünschte ästhetische Erscheinungsbild wird durch die präzise Ausarbeitung des Lüftungsauslasses und des Toreinschnittes nicht beeinflusst. Die Dacheindeckung erfolgt über Trapezbleche und einer Folieneindeckung.

Technik
Die Belichtung der Halle erfolgt weitestgehend mit natürlichem Licht, zum einen über die raumhohe Verglasung zur Ostseite hin, zum anderen über die Oberlichter im Hallendach (300 Lux). Um die Außenfassade zu strukturieren wurde mittels der variablen Deckbreiten die Oberfläche in großzügige Linien eingeteilt. Durch die technische einwandfreie Konstruktion konnte die Wirtschaftlichkeit des Gebäudes erhalten bleiben.


Bauherr:
Seidel GmbH + Co., Fronhausen

Auszeichnung:
Auszeichnung guter Architektur in Hessen 2008
Simon-Louis-du-Ry-Plakette

Domico-Baupreis 2006
Metall in der Architektur