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ATELIER 30 Architekten

Internationale Jugendbegegnungsstätte, München Oberschleißheim

1. Preis Realisierungswettbewerb 2006

Das Wettbewerbsgrundstück befand sich auf  dem Gelände eines ehemaligen Heeresflughafens bei Oberschleißheim. Das Besondere an dieser Lage war der unmittelbare Kontext zu einem Landschaftschutzgebiet.

Ziel des Entwurfs war die Schaffung eines besinnlichen Ortes, an dem im engen Dialog und Miteinander Jugendliche aus aller Welt eine aktive Auseinandersetzung mit der europäischen Geschichte führen, sowie Freundschaften und neue Ausblicke in eine gemeinsame Zukunft entstehen können. Das Konzept für diesen Ort sah drei richtungslose Holzskulpturen mit einem gemeinsamen Zentrum vor, die zum Bestandteil der bestehenden Landschaft werden bzw. sich zu dieser ausrichten. Die unterschiedlichen räumlichen Anforderungen des Jugendhauses sind dabei in vier Gebäuden untergebracht (Haupthaus, Wohnhaus, Werkstatt, Zeltplatzgebäude). Die Gebäude stehen dabei in einen gut proportionierten Wechsel mit den geplanten Wegen, Gassen und Plätzen. Das Zentrum bildet eine großzügige Terrasse in der Mitte der Holzskulpturen. Von dieser Fläche aus erschließen sich die neu angelegten Freiflächen mit einem weiten Blick in den Landschaftsraum.

Im Innenraum des Haupthauses findet sich unter einem Oberlicht ein gefasster introvertierter Raum, in dessen Zentrum die „Treppe der Begegnung“ ruht. Neben ihrer Erschließungsfunktion für die Schlafsäle im 1. Obergeschoss dient diese als  kommunikatives Zentrum. Neben der Möglichkeit des Verweilens und des Gespräches finden hier auch Ausstellungen und verschiedene Veranstaltungen statt.

Der Neubau erfolgte ausschließlich aus ökologischen Baustoffen, die nach den Gesichtspunkten der Ressourcenschonung und der Abfall- und auch Emissionsvermeidung ausgewählt wurden. Das Energie- und Haustechnikkonzept orientiert sich an den vom Landkreises München formulierten Zielen der „Energievision des Landkreises München“. Die Energiebereitstellung erfolgt durch den Einsatz verschiedener regenerativer Energien.

Fotos: Constantin Meyer