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1.Preis für Hörsalgebäude der Universität Bielefeld

News
19.06.2018
WETTBEWERB
1.Preis
Städtebauliche Einfügung und Erschließung
Das Baukörpervolumen legt sich an den Hang und bildet ein Pendent zum Gebäude X.
Betritt der Besucher das einladende und lichte Foyer sieht er vor sich ein eingestelltes Sichtbetonvolumen. Dieses beinhaltet die Nebenräume, die Räume der Haustechnik sowie die vertikale Erschließung. Die beiden Zugänge zum Hörsaal sind durch die Rundungen des Sichtbetonvolumens, sowie deren Akzentuierung durch zenitales Tageslicht über zweigeschossige Lufträume betont. Der Besucherstrom wird hierdurch selbstverständlich und intuitiv in den Hörsaal geführt. Die drei Seminarräume befinden sich über dem Foyer und sind mit einer offenen Treppe und einem Aufzug an dieses angebunden. Sie orientieren sich nach Norden in Richtung des Hauptgebäudes und wenden sich den Ankommenden zu.

Funktionalität
Der Hörsaal wird ebenerdig, direkt aus dem Foyer, rechts und links der Tafelanlage erschlossen. In der ersten Reihe befinden sich bis zu acht Rollstuhlgeeignete Plätze, dieser Bereich kann alternativ durch Klappsitze ohne Pult genutzt werden (daraus folgen: 688 bis 714 Personen). Auf Grund der Doppelprojektionsfläche mit gesamt 18m Breite und 5m Höhe ist eine Steigung von 30cm je Sitzreihe, mit je zweimal 20 Sitzplätzen optimal für den Sehkomfort. Dieses Steigungsmaß führt zu einer idealen Nutzung der Hangsituation und damit einfachen Rettungswegen direkt ins Freie.

Material und Konstruktionsweise
Durch die gewählte Materialität erhält das Gebäude eine zeitgemäße und repräsentative Ausstrahlung mit signifikanter Identität.
Stahlbetonbau. Lediglich die erdberührenden Bereiche, sowie die eingestellte Centerbox sind in Stahlbeton ausgeführt. Durch diese Konstruktion wird auf sinnvolle und wirtschaftliche Art den Anforderungen der Lastaufnahmen und der Brandschutzanforderungen der Technikräume nachgekommen.
Holzbau. Alle weiteren Bauteile ermöglichen als vorgefertigte Leimbinder, Brettsperrholz Wand- und Deckenelemente eine schnelle und wirtschaftliche Ausführung und geben den Räumen zudem atmosphärische Qualitäten.
Fassaden. Die Fassade ist eine leichte vorgehängte Zinkfassade, hell silberweiß eloxiert, die dauerhaft wartungsfrei und im Fall von Graffiti leicht zu reinigen ist. Die erdgeschossige Foyerfassade ist umlaufend, raumhoch verglast. Die Dachflächen mit ihrer extensiven Bepflanzung bilden eine visuelle und ökologische Vernetzung mit dem Landschaftraum und erzielen eine erhebliche Dämm- und Retentionswirkung.