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Behnisch Architekten

AGORA Pôle de recherche sur le cancer

David Matthiessen
David Matthiessen
Ort
Lausanne
Gebäudekategorie
Labor- und Forschungsgebäude
Jahr der Fertigstellung
2018
Material Fassade
Metall
Lausanne, Schweiz, 2013-2018

Der Neubau des AGORA Pôle de recherche sur le cancer in Lausanne in Sichtweite des Genfer Sees stellt Arbeits- und Forschungsräume für 400 Wissenschaftler und Ärzte unter einem Dach bereit. Zentrales Anliegen war ein umfassendes, ganzheitliches Konzept zur Gestaltung von Kommunikations- und Arbeitsbereichen für das Krebsforschungszentrum. Bestehende visuelle Beziehungen auf dem Grundstück und darüber hinaus zur Landschaft waren entscheidend für eine behutsame Ausformulierung und Anpassung der Baumasse. Der so entstandene skulpturale Charakter des Gebäudes macht es in seiner Umgebung gut ablesbar und trägt zu seiner eigenständigen Präsenz bei.

Doch nicht nur in seiner Ganzheit überzeugt die Gebäudestruktur. Signifikant beeinflusst wurde die Form von AGORA auf der einen Seite durch die Notwendigkeit, die angrenzenden Bestandsgebäude anzubinden und auf der anderen Seite, um einen harmonischen Übergang zur Natur des westlich gelegenen Steilhangs zu schaffen. Räumliche Qualitäten in den verschiedenen Bereichen von AGORA werden unmittelbar durch Tageslicht, Proportion und Materialität wahrgenommen und sind gleichermaßen in den öffentlichen Bereichen und in den hochtechnisierten Laboren spürbar. Die sowohl interdisziplinäre als auch disziplinäre Kommunikation als zentrales Element einer erfolgreichen Forschertätigkeit ist sichtbar in der Ausgestaltung der Grundrisse.

Neben der hohen Aufenthaltsqualität im Arbeitsumfeld spielt die Kommunikation innerhalb wie außerhalb des gesamten Gebäudes eine zentrale Rolle. Der Agora-Bereich, die öffentliche Ebene des Krebsforschungszentrums, vernetzt vorhandene Wegeführungen mit hinzukommenden Laboren und Büros, interdisziplinären Kommunikationsbereichen und informellen Arbeitsplätzen. Die interne Gliederung der Funktionsbereiche bietet den Nutzern ein Höchstmaß an Flexibilität, auch für eventuelle künftige Veränderungen. Das Atrium, Haupteingang des Gebäudes, verbindet AGORA auf der Ost-Seite mit dem Nachbargebäude Bu25. Dieses fein definierte Volumen dient als öffentlicher Treffpunkt und bietet Raum für Sonderveranstaltungen.

Die Gebäudehülle ist hinsichtlich einer optimalen Tageslichtnutzung in der Gebäudetiefe gestaltet. In bestimmten Bereichen erlauben öffenbare Fenster eine natürliche Be- und Entlüftung und tragen so zu einem individuellen Klimakomfort bei. Ein umfangreiches Tageslichtkonzept, optimierter Sonnenschutz, ein verantwortungsvoller Umgang mit natürlichen Ressourcen beim Bau und Unterhalt des Gebäudes sind ebenso wie der Einsatz regenerativer Energien und die Nutzung vorhandener Energiesysteme vor Ort die Voraussetzung für ein erfolgreiches und nachhaltiges Arbeitsklima. Zusammen mit den herausragenden Forschungszielen prägen sie das zukunftsorientierte Erscheinungsbild der neuen Einrichtung.

 
Bauherr
Fondation ISREC
Architekt
Behnisch Architekten, Stuttgart
Ausschreibung/Bauleitung
Fehlmann Architectes SA, Morges
Generalunternehmer
Steiner SA, Tolochenaz
Planung und Bauzeit
2013-2018
BGF
22.500 m²
BRI
93.000 m³
Adresse
Rue de Bugnon 25A
CH-1010 Lausanne
Schweiz