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Berrel Berrel Kräutler

Haus Müller, Reinach

Gebäudekategorie
Einfamilien-, Reihen-, Wochenendhäuser
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2005
Material Fassade
Beton
AUSFÜHRUNGSPROJEKT 2008

Foto: Eik Frenzel

Der Reiz des Steilhanggrundstücks oberhalb von Reinach, liegt nicht nur in der für ein Wohnhaus herausfordernden Topographie: Auch der Blick auf die nahen Jura-Gebirgs ketten macht die einmalige Qualität dieses Grundstücks aus. Das Gebäude begreift sich als steinerner Solitär. Da der Hang sowohl für eine Nutzung als Aussenbereich als auch für das Aussenbassin zu steil ist, nimmt der Baukörper alle Funktionen
auf, schafft sich so eine eigene Welt und lässt seine Umgebung weitgehend unberührt. Die umgebende Landschaft ist bewusst ungestaltet, markiert keine Grenzverläufe und verstärkt so den Charakter des Hauses als Findling in der umgebenden Natur.
Trotz der solitären Gestalt reagiert der Baukörpers unmittelbar auf die Topographie, indem er sich dem Terrain folgend hinauftreppt und so terrassenartige Aussenbereiche ausbildet. Die ersten beiden Geschosse des Gebäudes nehmen die Einstellhalle, das Foyer und den Pool sowie ein Büro auf und bilden das Plateau aus, auf dem die Wohn- und Aussenbereiche sitzen. Die darüber liegende Wohn-, Ess- und Küchenebene begreift sich als ein räumliches Kontinuum: die Grenzen zwischen den Innenbereichen, überdecktem Aussenzimmer und Aussenbereichen mit Cheminee und Bassin scheinen aufgehoben. Die über dem Wohnbereich befindlichen Schlafbereiche stehen in Kontrast zum Wohnbereich. Der offene Grundriss wird hier durch Zellen ersetzt, niedrige Raumhöhen und eine durchgehende Schwelle zum Aussenbereich schaffen geschlossene private Innenräume.
Die ausschliessliche Verwendung von Beton als gestaltgebenden Baustoff gibt dem Gebäude den steinernen, massiven Charakter, der sich in seiner Einheitlichkeit sowohl von der dispersen Umgebungsbebauung als auch von der umgebenden Natur abhebt. Die Betonräume sind mit Foamglas innen gedämmt und mit Gipswänden verkleidet. Die scharfkantigen, hellen Innenräume setzen sich in Kontrast zum rauen, archaischen Charakter der äusseren Gestalt.