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Neubau des Fernbusterminals in Bremen

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News
16.10.2018
WETTBEWERB
2. Preis
Auf heute untergenutzten Flächen am Fruchthof in direkter Nähe zum Hauptbahnhof, soll ein leistungsfähiges, modernes Fernbusterminal entstehen. In Kombination mit einem Hotelneubau und einem Parkhaus bildet es ein zukunftsweisendes Ensemble innerhalb des neuen Leitbildes der Bremer Bahnhofsvorstadt. Das Projekt setzt einen städtebaulichen Impuls für das gesamte Areal und wirkt als Eingang zu einem neuen Quartier am ehemaligen Güterbahnhof. Inmitten der drei Baukörper bildet sich ein Transitraum aus, ein Übergangsraum zwischen Verweilen und Reisen.
Der Fokus unseres Entwurfes liegt sehr stark auf der Verknüpfung des Raumes zwischen Hotel, Parkhaus und Terminal, sozusagen auf der entstehenden Fuge zwischen Terminal und den anderen beiden Körpern. Die Gebäude bilden ein starkes Ensemble in Verbindung von Fortschritt mit Tradition der Stadt Bremen. Ihre massive Gestalt zeigt sich als Reminiszenz an die backsteinernen Bremer Kontorhäuser. Das Ensemble fügt sich somit in die Gestalt des städtebaulichen Kontextes und der denkmalgeschützten Gebäude in der Nachbarschaft ein. Das neue Fernbusterminal ist in seiner Funktion im Stadtraum von weitem in der direkten Sichtachse vom Bahnhof blickend sichtbar.
Fernbusterminal
Hinter der hohen Dachrahmung verbirgt sich ein Stahl-Raumfachwerk, welches die statische Höhe wirtschaftlich in große Spannweiten übertragen kann. Mittels Konsolen erhält die Außenfassade ein durchgängiges Klinkerband, welches mit eingelassenen Reliefs die Beschriftung des Terminals aufnehmen kann. Die Untersicht des Daches erhält eine Lichtdecke, die auch an trüben Tagen und in der Nacht für eine angenehme, sichere Atmosphäre sorgt. Eine großmaßstäbliche Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Terminals bietet darüber hinaus die Möglichkeit zur Nutzung regenerativer Energiequellen und der Koppelung mit der Lichtdecke darunter.
Hotel
Das Hotelgebäude besteht aus elf Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss. Der Eingang des Hotels orientiert sich zum Fernbusterminal, die Bar des Hotels bildet mit ihrer großzügigen Glasfassade ein Fenster zur Bürgermeister-Schmidt-Straße. Im Erdgeschoss empfängt eine großzügige Lobby die Hotelgäste. Der Frühstückssaal und die Gästeküche sind im 1. Obergeschoss angeordnet.
Die für den Hotelbetrieb notwendigen Funktionsflächen werden im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss sowie teilweise im Untergeschoss abgebildet. Die darüber liegenden Etagen, bis einschließlich 8. OG, beherbergen als Regelgeschosse die Hotelzimmernutzung. Im 9. Obergeschoss ist beispielhaft eine Nutzung als Boardinghouse, im 10. Geschoss ist eine Büronutzung vorgesehen.
Im Staffelgeschoss ist als spektakulärer Abschluss des Gebäudes eine Skybar mit großzügiger Dachterrasse angeordnet.Das Gebäude ist als Stahlbetonskelett-konstruktion mit tragender Fassade geplant. Die Fassade zeigt sich als zurückhaltende Klinkerfassade im Dünnformat in der typisch dunkelroten, leicht bläulichen Färbung und bildet so mit dem Fernbusterminal und dem Parkhaus ein einheitliches Äußeres. Die stehenden Fensterformate nehmen die Proportionen der benachbarten, denkmalgeschützten Gebäude auf.
Parkhaus
Das Parkhaus bietet auf sieben Geschossen in Split-Level-Bauweise 490 Stellplätze. Die Parkhauszufahrt erfolgt über die nord-östliche Erschließungsstraße. Auf der Grundfläche zum Fernbusterminal ist im Erdgeschoss ein hochflexibler Funktionsbereich als Servicefläche für gewerbliche Nutzungen angeordnet. Diese Servicespange bietet Raum für Funktionen wie Wartebereiche für Busreisende mit Ticketcenter, behindertengerechte WC-Anlagen, Betriebs- und Aufenthaltsräume für den Fernbusterminal, eine Autovermietung, Kiosk, Café, Fahrradstation oder ein kleiner Banken-Servicepoint.