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BWM Architekten

Stiftsrestaurant Leopold

Der Ursprünglichkeit verpflichtet.
BWM Architekten / Severin Wurnig
BWM Architekten / Severin Wurnig
Ort
Klosterneuburg
Gebäudekategorie
Cafés, Bars, Restaurants
Bauvorhaben
Umbau
Jahr der Fertigstellung
2021
Material Fassade
Mauerwerk
Das Stift Klosterneuburg wurde 1114 gegründet und ist heute ein wichtiges kulturtouristisches Ziel, es besitzt unter anderem eines der ältesten und renommiertesten Weingüter Österreichs. BWM Architekten haben das stiftseigene Restaurant für die Übernahme durch einen neuen Betreiber einem umfassenden Refurbishment unterzogen. Der 640m² große Raum wurde geöffnet und in ein einheitliches, authentisches Design mit Referenz an das Stift gegossen.
Den Raum geöffnet.

Betritt man das Restaurant Leopold durch das neue Entree mit Windfang, findet man sich inmitten der Weinwelt aus stiftseigenem Anbau wieder. Rechterhand der zentral positionierten Ausschank liegt ein 240m² großer Veranstaltungsraum, linkerhand öffnet sich der Gastraum mit gesamt 132 Sitzplätzen, einem gemütlichen Kitchentable für 8 Personen und einem zwanglosen Stehachterl. Geöffnet wurde im Zuge der Umbauarbeiten im wahrsten Sinn des Wortes – die bisherige Treppe wurde weggebrochen, dem Raum so eine neue Dimension verschafft, die Bar von der Raummitte direkt zum Eingang verlegt und Sichtkontakt zwischen Bar und Küche hergestellt. Entsprechend wurde auch die Wegführung neu gedacht und für das Service verkürzt.
Zurück zum Ursprung.

Das Designkonzept legt den Fokus auf die Manufaktur, das Handwerk und die Ursprünglichkeit der Umgebung, entsprechend auch der Farb- und Materialeinsatz – Vorhandenes wurde weitestgehend belassen, Neues aus der direkten Umgebung bezogen. Der Eichen Holzboden blieb bestehen und wurde lediglich einem Reinigungsschliff unterzogen, die Tischplatten wurden aus stiftseigener Eiche gefertigt. Gleichsam aus Eiche sind Lamperie, Kassettierung und Sideboardmöbel. Für die Bar und dem nebst gelegenen, einladenden Kitchentable kam pannonischer Stein mit grün-gelblicher Maserung zum Einsatz. Die ehemals gelbe Wandfarbe durch ein helleres Grau-Weiss ersetzt. Die Leuchten sind jeweils über einen zentralen Auslass spinnengleich über die Tische abgehängt, was eine gleichmäßige Ausleuchtung gewährleistet.

Im F&B-Konzept wird die Grundidee fortgesetzt, hier geht es „zurück zum Ursprung“ – die archaische Feuerstätte wurde zeitgemäß mit einem Jospergrill sowie einem Outdoor-Grill umgesetzt.