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Eike Becker_Architekten

4cubes Wohnhochhaus, Split

Ort
Split
Gebäudekategorie
Geschosswohnungsbau
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2014
Material Fassade
Glas
Ort
Split/ Kroatien, Gelände des Elektrobetriebes Koncar

Zeit
2009–2014

Auftraggeber
Mejas?i Six d.o.o.

Auftragsart
Direktauftrag

Projektteam
Eike Becker_Architekten

Fachplaner
Goslinowski & Walzer GbR Ingenieurbüro (Fassade), HHP Hosser, Hass + Partner Ingenieurgesellschaft für Bauwesen und Brandschutz GmbH (Brandschutz), Professor Pfeifer und Partner Ingenieurbüro für Tragwerksplanung (Tragwerk), Schlotfeldt Licht GmbH (Licht), Scholze Ingenieurgesellschaft mbH (Haustechnik), Otto Wöhr GmbH (Autoparksystem)

Bruttogeschossfläche oberirdisch
17447 qm

Bruttogeschossfläche unterirdisch
1232 qm

Bruttorauminhalt oberirdisch
61000 kbm

Baukosten
44 Mio. Euro



Wie zuvor die Banka Splitska entstand auch dieser Entwurf in der Folge des Beitrages zum Wettbewerb für den Stadtteil Novelia Split. Der Bau liegt an einem Rundplatz in nächster Nähe eines großen Einkaufszentrums. Er besteht aus 2 Körpern oder 4 Kuben: Aus einem 3 Geschosse hohen Teil, das den Raum der Straße in Fasson bringt, ragt ein 22 Geschosse hohes Teil, das mit seiner Figur und mit seiner Hülle im Nu alle Augen auf sich zu ziehen weiß.

Der Turm steht auf der Fläche eines Quadrats mit Seiten von je 25 Metern Länge. Auf den ersten Blick gleicht er einem Spielzeug von 3 Würfeln, die von Kinderhand ungeschickt gestapelt wurden, also nicht Kante auf Kante ruhen, sondern mal nach hier, mal nach da in den Raum kragen.

In der Tat, Stapeln und Schichten sind das eigentliche Thema dieser Architektur. So sehr, dass noch jeder der Kuben den Vorgang einzeln repetiert und variiert, indem die hellen Rahmen bald wie die Kanten und die geschosshohen, sprossenfreien Fenster bald wie die Breit- oder Schmalseiten von Containern erscheinen. Dank der mit Absicht willkürlich verteilten, winzigen Vor- und Rücksprünge einiger, weniger Partien auf jedem der Würfel wird dieser Eindruck noch verstärkt.

In seiner äußeren Anmutung ist der Turm den flexiblen Strukturen der japanischen Metabolisten verwandt, wenngleich die Wohnungen in den Kuben alles andere als nur kleine Kapseln sind, die sich wie der Stecker aus der Dose ziehen ließen.

Um den Kern des Turms liegen pro Geschoss 4 bis 8 Wohnungen, manche als Maisonettes, mit Größen von 60 bis 220 Quadratmetern. Was eben mit den Breit- oder Schmalseiten von Containern verglichen wurde, sind Verbundkastenfenster. Die Lüftung einer jeden Wohnung erfolgt zum Teil auf natürliche Weise, einerseits durch Schiebetüren, die auf die Loggia führen, anderseits durch Fensterklappen. Aus den oberen Etagen geht der Blick nach Norden auf die Berge, nach Süden auf das Meer, nach Westen auf den Hafen.