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Ferdinand Heide Architekt BDA

Einweihung Medien- und Hörsaalzentrum, TU Darmstadt

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28.06.2013
07.05.13
Die  neue Mitte am Campus Lichtwiese ist eine ausgewogene Setzung kraftvoller Gebäude. Wenige sorgfältig platzierte Volumen schaffen einen Ort und strukturieren den Raum. Vorhandene Qualitäten  und Themen des Campus Lichtwiese  wie – Kanten zur Landschaft, – Durchblicke zwischen Gebäuden oder Gebäudevolumen, die einen Raum aufspannen – werden fortgeschrieben. Die städtebauliche Leitidee ist eine Campusmitte, die durch signifikante, freistehende Einzelbaukörper geprägt wird und deren Randbereiche auf der Weiterentwicklung und Neuinterpretation der „Fachclusterinseln“ beruht. Das neue Bibliothek- und Hörsaalzentrum übernimmt die Funktion eines zentralen Gelenkes, welches einen räumlichen Schwerpunkt und einen architektonischen Akzent bildet. Zusammen mit der vorhandenen Mensa und den neuen Institutsgebäuden spannt es in der Campusmitte einen attraktiven öffentlichen Raum auf.

Grundlage der Arbeit ist der Erhalt des besonderen Charakters des Universitäts-Standortes und des Landschaftsraumes Lichtwiese. Der Hochschulstandort Lichtwiese hat zunächst mit vielen anderen Standorten aus der Zeit der „großen Systeme“ der sechziger und siebziger Jahre gemeinsam, dass er auf dem freien Feld aus seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten – ohne eine Beziehung zur gewachsenen Stadt  und ohne innere stadträumliche Qualitäten – entwickelt wurde. Dennoch wurde aber auf der Lichtwiese – anders als beispielsweise in Bochum, Bielefeld oder Konstanz... eine Struktur, Ordnung und Dichte entwickelt, die die Freiraumqualitäten und die Weite des Ortes einzubezieht.

Gleichsam einem gestalteten und strukturiertem „Teppich“ aus Platz- Rasen-, Pflanzflächen bildet die neue Campusmitte eine spannungsreiche Struktur, die als Zentrum im Landschaftsraum Lichtwiese klar ablesbar  ist. Die Ränder der Campusmitte  werden zum einen durch die vorhandenen Gebäude gebildet und zum anderen durch die vorhandenen Straßen, die aber bis auf die Straße vor dem Institut für Maschinenbau als Fuß- und Erschließungswege umgenutzt werden. Ein neues Wegenetz durchzieht die Campusmitte und ermöglich eine vielfältige Orientierung und Erschließung aller Gebäude. Die Mensa und ihr Andienungsungshof bleiben erhalten und werden wie selbstverständlich in den „Teppich“ eingewoben. Die Haltestellen von Bus und Straßenbahn liegen im Zentrum des Campus: Die Bus und Straßenbahnhaltestelle sind als wichtige Bausteine des öffentlichen Lebens in den Platz vor dem Bibliothekszentrum integriert. Wartende und ankommende Studierende und Hochschulangestellte beleben den öffentlichen Raum.