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Ferdinand Heide Architekt

Gestaltungskonzept für den Campus der Zentrale der Deutschen Bundesbank

Ferdinand Heide Architekt
Ferdinand Heide Architekt
News
04.02.2019
WETTBEWERB
1. Preis
Campus Bundesbank
 
Konzept
Die Zusammenführung von 5000 Arbeitsplätzen der Bundesbank am Hauptstandort machen eine umfassende bauliche Erweiterung um mehrere Gebäude erforderlich. Unser Konzept verfolgt die Idee, die bauliche Identität des Areals über diese um­fang­reichen Ver­änderungen zu stärken: D.h. in Richtung Stadt wird das als Stadtkrone im Park über der Stadt platzierte Hauptgebäude freigestellt, während auf der Seite zum Taunus drei gleichhohe Hochhausscheiben so ergänzt werden, dass nach außen ein zusammenhängendes Ganzes und nach innen ein gefasster Raum entsteht. Leitidee ist ein Campus Bundesbank als individuelles Ensemble kraftvoller Architekturen in einem parkartigen Gelände mit altem Baumbestand.  Den Verzicht auf einen neuen Hochpunkt und stattdessen eine Angleichung aller Neubauten auf die Höhe des Hauptgebäudes, sehen wir als besondere Qualität, bei der die Bundesbank – anders als die großen Geldinstitute in der Stadt – auf Raumbildung und nicht auf Objekt­haftigkeit setzt.  Für dieses Konzept sind die gemeinsamen Freiräume von zentraler Bedeutung. Der weitgehend autofreie Campus bietet allen Mitarbeitern und den Be­suchern optimale Aufenthaltsqualitäten und den Gebäuden ein reprä­sen­tatives Umfeld. Als Vorplatz und Zugang zum Haupteingang spannt sich von der Straße zum Hauptgebäude eine parkartige Grünfläche.
 
Funktionalität        
Die Hochhausscheiben und ihre Sockelzonen bieten einer flexiblen nachhaltigen Organisation aller Funktionsbereiche auskömmliche, gut erschlossene Flächen. Anders als in dem recht schmalen Hauptgebäude sind die neuen Bürohäuser mit einer Breite von 20-21 m organisiert. Während ausnahmslos an der Fassade 5-6m tiefe Büros liegen, befinden sich alle Erschließungs- und Nebenflächen in der Mittelzone. Diese ermöglicht offene Großraum- und Kombi-Büro oder Besprechungs­zonen. Hierdurch wird allen Entwicklungen in der Büro- und Arbeitsorganisation Rech­­nung getragen. In der zweigeschossigen Sockelzone findet die Verknüpfung der Häuser untereinander statt. Ebenso befinden sich hier Schulungsräume, Gastro­nomie und Sondernutzungen.
 
Freiflächengestaltung
Die Anordnung der Gebäude macht auf besondere Weise zwei unterschiedliche Freiraumcharaktere möglich. Im inneren Bereich des neuen Campus entsteht eine geschützte, großzügige Raumfolge mit einer Freiraumgestaltung mit hohen Aufenthaltsqualitäten für die Mitarbeiter.
Die inneren Freiflächen nehmen die Fluchten der Gebäude auf, definieren unter­schiedliche Bereiche und unterstützen die klare Ordnung des neuen Campus. Das geplante Wegenetz ermöglicht eine neue Wahr­nehmung der beeindruckenden Skulpturen und Kunstwerke, im Einzelnen wie in ihrer Gesamtheit. Eine besondere Qualität des Ge­samt­ensembles ist der vorhandene, wertvolle Baumbestand der durch an­ge­messene Neupflanzungen und weite Rasenflächen ergänzt und auf­gewe­rtet wird.