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FLOSUNDK architektur+urbanistik

Fassadensanierung Amtsgericht Saarbrücken

Ort
Saarbrücken
Gebäudekategorie
Justiz, Strafvollzug, Polizei, Militär
Bauvorhaben
Umbau/Sanierung
Jahr der Fertigstellung
2013
Gestaltungskonzept

Kontext

In direkter Nähe zum südlichen Saarufer Alt-Saarbrückens, in einer Reihe mit weiteren, wichtigen Gebäuden wie dem Schloss, dem Landtag, der Staatsanwaltschaft und dem Landgericht befindet sich das Amtsgericht Saarbrücken. Aufgrund der Gebäudegröße und der exponierten Lage spielt es eine wichtige Rolle im Stadtbild. Vor allem von der gegenüberliegenden Saarseite ist das Amtsgericht ein sehr präsentes Gebäude, das durch seine Lage, in der Achse der Bleichstrasse, auch im innerstädtischen Bereich von St.Johann noch weithin sichtbar ist und die beiden Uferseiten optisch miteinander verbindet.

Die Nordseite des Gebäudes wird durch die Franz-Josef-Röder-Strasse, die angrenzende Autobahn und den Flusslauf der Saar geprägt. Die Rückseite des Gebäudes orientiert sich zu den aufsteigenden Hängen von Alt-Saarbrücken und wird durch den angrenzenden, aufsteigenden Naturraum und eine kleinteiligere Bebauung definiert. Das Gebäude hat die Funktion des Vermittlers zwischen diesen unterschiedlichen Stadtbereichen und soll mittels seiner Fassaden diese unterschiedlichen Funktionen der Nord- und Südseite in sich aufnehmen und reflektieren.

Entwurfskonzept

Ziel der Nordfassadengestaltung ist es, die umgebende Dynamik des Flusses und des Verkehrs aufzunehmen und abstrahiert widerzuspiegeln. Die bestehende Monotonie der Fassade wird durch ein dynamisches Element durchbrochen, um einerseits auf die Umgebung des Gebäudes zu reagieren und andererseits seine Massivität zu mildern und eine stärkere Einbindung in den Kontext zu erreichen. Die bauliche Strenge des Gebäudes wird durch die Gegebenheiten der Umgebung so verzerrt, dass sich die Dynamik in der Fassade abbildet und sich das Gebäude somit zum Spiegel seiner Umgebung wandelt. Das Thema der Spiegelung findet seine Entsprechung im Wasser der Saar, das selbst als Spiegel seiner Umgebung wahrgenommen wird.