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Format Architektur

1. Preis „Theresiengärten“

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29.10.2014
Hängende Gärten
Investorenwettberwerb der Stadt Hürth

Würdigung durch das Preisgericht
Die städtebauliche Idee in Form von höhengestaffelten Kuben, die sich aus einem gemeinsamen Sockel entwickeln, ist klar ablesbar und prägnant. Das Konzept der Höhenentwicklung gewährleistet einen sanften Übergang zu den angrenzenden, kleinteiligeren und niedrigeren Nachbarbebauungen. Die Grundstücksfläche ist in angenehmer Dichte ausgenutzt.
Der Gebäudekomplex fügt sich in seiner Körnigkeit sehr gut in die Umgebung ein, vermittelt dennoch eine klare, charaktervolle Erscheinung durch das besondere Stil-­- und Funktionselement der Etagengärten und Loggien. Die Freibereiche auf verschiedenen Höhen betonen angenehm das topografische Motiv.

Selbstdarstellung der Stadt Hürth
Die Stadt Hürth ist ein attraktiver Standort vor den Toren Kölns, nur10 km südwestlich des Doms, wirtschaftlich leistungsfähig mit günstigen Verkehrsanschlüssen, eine Mischung aus städtisch-­-urbanem Leben und ländlichen Flair sowie begehrt als sehr begehrte Wohnlage.

Erläuterungstext
Das Projekt Theresiengärten ist als Schlussstein des Hürther Bogens entwickelt. Aus einem kraftvollen Sockel wachsen vier Wohntürme, die durch ihre unterschiedlichen Höhen dem topographischen Verlauf des Grundstücks folgen. Zur südlichen Nachbargrenze wird die bauliche Höhe auf 2 ½ Geschosse reduziert. Die Höhenstaffelung betont zum einen das nach Süd-­-Osten abfallenden Gelände zum anderen schafft es einen angemessenen Übergang zu der angrenzenden, kleinteiligen Wohnbebauung in Alt-­-Hürth.
Ein wesentliches Merkmal des Entwurfes ist die Unterteilung der Baumasse in einzelne Wohntürme, die plastisch als eigenständige Häuser in Erscheinung treten. Zwischen den Wohntürmen werden großzügige Dachgärten ausgebildet. Diese Dachgärten verwandeln die Gebäudefugen in grüne, hängenden Garten.
Höhendifferenzierungen und Durchbrüche zwischen den Häusern schaffen eine bessere Besonnung der Lebensräume.
Die Klinkerfassade wird durchgängig über den Baukörper gezogen. Entgegen der plastischen Selbstständigkeit der Gebäudeteile wird die Zusammengehörigkeit über die Materialeinheitlichkeit betont. Diese Verbundenheit wird durch wiederkehrende Fenster und Türformate unterstrichen. Großzügige Loggien schaffen spannende Durchdringungen des Bauvolumens. Der gewählte Klinker erzeugt zusammen mit dem Grün der Etagengärten ein harmonisches Gesamtbild.