Zurück zum Profil
FRANKEN\ARCHITEKTEN

Erstes Hotelprojekt von Franken Architekten in Frankfurt fertiggestellt

News
News
13.10.2011
Am Verbandssitz des Deutschen Turnerbundes in unmittelbarer Nähe zur Frankfurter Commerzbank-Arena entstand unter dem Dach der GYMAKADEMIE das Lindner Hotel & Sports Academy. Nach der Schlüsselübergabe an den DTB am 24.06.2011 erfolgte nun am 19. September die offizielle Eröffnung seitens Lindner Hotels & Resorts.

Der Gast wird vom Betreten des Gebäudes an eine szenografische Dramaturgie erleben, welche auf die einzelnen Zonen des Hotels mit spezifischen Inszenierungen reagiert. Diese Inszenierung besteht aus einem Bildprogramm von sportlichen Momentaufnahmen in mehreren Stationen und passendem Materialkonzept.

Schüler der Gymakademie stellten sich gerne als Modelle für die sportlichen Momentaufnahmen bei einem professionellen Photoshooting mit dem bekannten Photographen Daniel Wöller zur Verfügung.

Erste Station ist der Empfang mit einem Bildmosaik aus Porträtaufnahmen verschiedener Sportler, zweite der Übergang von Lobby zu Restaurant, dort werden aus den Porträts sechs Sportlerpersönlichkeiten, stellvertretend für viele Sportler in Deutschland, herausgehoben vorgestellt. In der dritten Station, dem Restaurant, steht das Thema Gemeinschaft im Vordergrund, dies drückt sich visuell durch Aufnahmen aus dem Breiten- und Gesundheitssport aus.

Jede Etage des Hotels ist einer Sportart gewidmet. Passiert der Gast die vierte Station, den Flur, entwickelt sich die Übung parallel zu seiner Bewegung. Der spezifische Bewegungsablauf der Übung steuert die Wandgestaltung. Phasen der Beschleunigung bewirken eine Verdichtung, Phasen des Verharrens bewirken eine Dehnung in der Gestaltung der Wandflächen. Erreicht der Gast in der fünften Station sein Zimmer, so ist die Übung abgeschlossen und die Regenerations- und Entspannungsphase beginnt. Dies wird visualisiert durch Bilder aus dem Aprés Sport, mit Szenen von Erschöpfung, eintretender Entspannung, Aufatmen und Befriedigung im Mittelpunkt. Die Bewegung tritt in den Hintergrund, der Raum dominiert. Der Gast kann ankommen, zur Ruhe kommen.

Sowohl in den öffentlichen Bereichen, als auch in den Gastzimmern ist das Hotel  mit Material-und Detailgestaltung aus dem Turnumfeld ausgestattet, die Assoziationen zu Sporthallen, Umkleideräumen usw. in Material und Form hervorrufen. Schon das Einchecken geschieht an einer Rezeption aus Kiefernholz, welche mit Farbe und Maserung an Sportgeräte erinnert. Weich landet der Gast in der einladenden Lobby auf den bequemen Quinze & Milan Designer Loungesesseln,  aus Schaumstoffpolstern, wie man sie sonst nur von Hochsprungmatten kennt.Auch das Kopfteil der Betten, sowie viele der Sitzmöbel sind aus weichem Turnmattenstoff.

Im Restaurant werden verfremdete Assoziationen zu Vereinsheimen mit Pokalen, Nut- und Federverkleidung geweckt.

In jeder Etage steht eine Sportart im Vordergrund und wird über das Bildprogramm hinaus in entsprechenden Wandpaneelen auch haptisch erlebbar. Im 1.OG die Rhythmische Sportgymnastik mit Filz, im 2. OG Volleyball, mit vielen Ballnetzen, im 3. OG Hochsprung mit Tartan, dem aufgerauten Kunststoffbodenbelag der Leichtathletiker und im 4. OG  Trampolinturnen mit einem Turnmattenstoff, der uns als durchgängiges Materialelement im ganzen Hotel, an die beweglichsten Tage unserer Kindheit erinnert.    Je höher die Etage desto höher „springen“ auch die Protagonisten.

Im Erdgeschoss finden sich collagierte Materialboards aus allen vier Sportbereichen.

Die verschiedenen Zimmerkategorien sind unterteilt in die Medaillenfarben Gold, Silber und Bronze. Diese differenzieren sich durch Raumgröße, Lage, Ausstattung und dem jeweiligen Farbprogramm.

Entsprechende Gestaltungselemente finden sich auch in den Konferenzräumen wieder.

Das bis ins Detail stimmige Architektur Konzept wird zum Emotionsträger eines Themenhotels für Turner und Sportbegeisterte und leistet den Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Designqualität.