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Fritsch+Tschaidse Architekten

Zentrum für Materialwissenschaften und Werkstofftechnologie und Zentrum für Energietechnik Universität Bayreuth

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15.10.2014
Auf dem Südgelände der Universität Bayreuth wird eine zukunftsorientierte Erweiterung des bestehenden Universitätscampus mit neuen Lehr- und Forschungsgebäuden und zugehöriger Infrastruktur geplant. Der städtebauliche Entwurf antwortet landschaftsplanerisch und architektonisch mit einer flexiblen Struktur, die unterschiedliche Nutzungsarten aufnehmen kann, den universitären Baubestand im Norden anbindet und den Ökologisch-Botanischen Garten angemessen berücksichtigt.

Abgeleitet aus der L-förmigen Grundstücksfigur ergibt sich eine rechtwinklige, bandartige Bebauung. Das Gelenk wurde als zentraler Platz formuliert, an dem sich Mensa, Hörsäle und sonstige Gemeinschaftseinrichtungen anlagern. Zwei parallel verlaufende Angerflächen bilden Erschließungs- und Aufenthaltszonen für die Institute und die studentischen Wohnhäuser, so dass ein stark urban geprägter „Süd-Campus“ entstehen wird. Die Baustruktur kann entsprechend künftiger Nutzungsanforderungen flexibel auf unterschiedliche Baufeldgrößen und Organisationstypologien reagieren.

Im ersten Bauabschnitt des städtebaulichen Rahmenplans Südgelände wird der nördliche Bereich  mit dem Zentrum für Materialwissenschaften und Werkstofftechnologie (ZMW) und dem Zentrum für Energietechnik (ZET), im Rahmen der „TechnologieAllianzOberfranken“ (TAO) bebaut.
Es wurde eine modifizierte Kammstruktur entwickelt die sich in die Baustruktur einfügt.
Die Forschungseinrichtungen des ZET und ZMW konzentrieren sich auf die Themenfelder „Energie“ und „Mobilität“, sowie auf die Querschnittstechnologien „Werkstoffe“ und „Informationstechnologie/ Sensorik“. Sie werden beide über eine gemeinsame Eingangshalle erschlossen. Innerhalb des Gesamtensembles ZET und ZMW sind sie als eigenständige Baukörper, ihre  Funktionalität und Gestaltung sind zukunftsorientiert konzipiert.

Die Zonierung zwischen Laborbereichen und Bürobereichen ist klar ablesbar und erlaubt zukunftsorientierte Laborkonzepte. Die innere Erschließung ist einfach und bietet Bereiche mit hoher Aufenthaltsqualität und gutem Tageslichteinfall, insbesondere in der zentralen Erschließungsspange.

Auftraggeber:    Staatliches Bauamt Bayreuth
LPH:    1-8
Gesamtkosten:    40 Mio. €
BGF:    15.225 m2
Planungsbeginn – Fertigstellung:    2013-2017