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GATERMANN + SCHOSSIG

Feuer- und Rettungswache, Wolfsburg

Ort
Wolfsburg
Gebäudekategorie
Gewerbe und Industrie
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2022
Wettbewerbsart Realisierungswettbewerb
Preis 1. Preis
Fertigstellung geplant 2017
LPH 1-8
Bauherr Stadt Wolfsburg
BGF 28.091 m²
BRI 124.334 m³
Projektnummer 656

Dynamische Schichtungen verstärken die Vertikale und die Wahrnehmung aus der schnellen Sicht des Autofah-rers auf ein Gebäude, für deren Nutzer Geschwindig-keit existentiell ist. Die geschossweisen Schichten können in ihrer unterschiedlichen Lage sowohl eine Raumkante zur Dieselstrasse ausbilden als auch den Richtungswechsel im Städtebau aufnehmen. Zudem wird die Nutzung in ihrer differenzierten Vielfalt deut-lich. Der Gebäudetyp basiert auf einem Doppelhof-Typ, der den introvertierten Nutzungen der Rettungs- und Feuerwache Rechnung trägt und den bestehenden Gebäu-detyp fortsetzt. Gleichzeitig wird hierdurch der Schallschutz für die anschließende Wohnbebauung ge-schaffen, die großzügig über die Allee des Amselwegs erschlossen wird. Rettungs- und Feuerwache sind ab-lesbar und doch räumlich verbunden. Getrennte, trans-parente Zugänge an den Gebäudeecken erschließen die unterschiedlichen Nutzungseinheiten wie auch den Sportbereich, der optional auch extern nutzbar wäre. Der Werkstattbereich schließt die Höfe nach Süden ab und schafft Schallschutz und aufgesattelte Parkplatz-flächen. Von hier aus ist der kurze Zugang für die Mitarbeiter in den Wachbereich möglich, der direkt über den Fahrzeughallen liegt. Die Verwaltung wird im zweiten Obergeschoss angeordnet und darüber, in expo-nierter und doch geschützter Lage, die Leitstelle nach der neuen Leitstellen-Norm DIN EN 50518 organi-siert. Daraus bildet sich eine klare geschossweise Trennung der Nutzungen unter Berücksichtigung der Aufgaben und der hohen Sicherheitsanforderungen.
Alle Nutzungseinheiten haben direkt zugeordnete Rege-nerationsbereiche mit hoher Aufenthaltsqualität, auch im Freien.
Die Green Strategy wird mit dem Wettbewerbskonzept durch das proaktive Architektur-, TGA-, Bauphysik und Fassadenkonzept aktiv unterstützt, ohne das gebotene Maß der Wirtschaftlichkeit übergebührend zu strapa-zieren. Auf der Grundlage von DGNB Prozessen wird ei-ne Unterschreitung der EnEV Parameter erzielt.