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geis & brantner

Neustrukturierung Weingut Fritz Blankenhorn

das weingut fritz blankenhorn kg / schliengen / markgräflerland wurde 1847 mit dem erwerb einer ehemaligen poststation und gasthauses durch den winzer und weinhändler johann friedrich blankenhorn gegründet.
das in form einer hofanlage organisierte weingut liegt im historischen zentrum der gemeinde schliengen und erstreckt sich auf einem inselartigen grundstück zwischen der bundesstraße 3 und dem hohlebach über eine fläche von ca. 5200 qm. das weingut wurde seit seiner gründung über 5 generationen stetig sowohl baulich als auch strukturell und weinbautechnisch von der familie blankenhorn zu einem der wenigen südbadischen vdp-weingüter ausgebaut.
im jahre 2014 übernahm martin männer das weingut und entwickelte zusammen mit uns ein neues produktions- und weinbaukonzept das nicht nur den heutigen weinbaustandards und seiner eigenen philosophie rechnung trägt sondern auch platz für weitere künftige entwicklungen lässt.
oberirdisch werden nahezu die hälfte aller bauwerke, in der regel ehemalige stallungen oder einfache hallenkonstruktionen, abgebrochen da sie nicht mehr genutzt werden können und/oder im laufe der letzten jahrzente sehr starke schäden an ihren tragstrukturen entstanden sind.    
3 alte denkmalgeschütze kelleranlagen werden erhalten, revitalisiert und durch 3 große neue kellerräume baulich zu einer einheit zusammengeführt.
entlang des holebachs entsteht im westen einer von 2 neubaukörpern, er ergänzt das durch den rückbau hier geöffnete hofgut wieder zu einem 4-seitig gefassten hof und lässt gleichzeitig den bisher verbauten zugang zum bach zu. der ca. 60m lange baukörper erhält eine massive natursteinfassade die mit Ihrer materialität und struktur die materialität der ortstypischen bruchsteinscheunen und stallungen aufnimmt.
im osten wird der riegelförmige baukörper in seiner vorhandenen form erweitert, schließt jedoch künftig nicht mehr an das nördlich gelegene guthaus an.
das nördlich gelegene gutshaus wird als solitärbaukörper freigestellt und erhält seiner bedeutung und lage entsprechend mit den öffentlichen funktionen weinpräsentation, verkostung und verkauf wieder die angemessene bedeutung des repräsentationsgebäudes.

über eine große neue freitreppe bindet das gutshaus an den innenhof an, der in seiner funktion als betriebshof und bindeglied zwischen den einzelnen baukörpern mit ihren jeweiligen produktionsteilen wieder eine zentrale rolle für das weingut übernimmt.
der innenhof wird auf grund der neustrukturierung künftig deutlich stärker als in der vergangenheit von passanten und besucher als halb-öffentlicher  raum wahrgenommen werden.
ziel ist die nutzung des hofes nicht nur als arbeitsfläche sondern auch als einladung an besucher sich für das weingut und die hier stattfinden prozesse zu interessieren und hemmschwellen zur kontaktaufnahme abzubauen.
im süden des hofes liegt über dem ältesten keller des weingutes ein altes großes ökonomiegebäude welches im lauf der jahre durch zahlreiche an- und umbauten stark verbaut wurde. durch den abbruch der an- und einbauten entsteht  hier eine einzigartige, großzügige kelterhalle, die den langen weg des weingutes und seiner entwicklung auch dem erstbesucher eindrücklich vermitteln wird.
an und in die kelterhalle eingebunden ist eine gastronomie, die vom weingut bereits seit 1997 betrieben jedoch im zuge der neustrukturierung komplett neu konzipiert wird, so dass künftig auch größerer veranstaltungen in der kelterhalle stattfinden können.
der heute bereits vorhandene garten südlich der kelterhalle wird den weingutsgästen und der gastronomie zugänglich gemacht und durch den abbruch von nicht benötigten angrenzenden bauwerken zu einem kleinen „privatpark“ erweitert.