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ZukunftsDORF - Legden

Ort
Legden
Gebäudekategorie
Garten, Stadt und Land
Bauvorhaben
Umbau
Jahr der Fertigstellung
2017
Auslober
Gemeinde Legden

Mehrfachbeauftragung
1. Preis, 2015


Die Gemeinde Legden hat sich im Rahmen des Regionale 2016 Projektes „Älter werden im ZukunftsDORF – Leben und Lernen über Generationen“ zur Aufgabe gemacht, sich mit den Herausforderungen des demografischen Wandels frühzeitig und ganzheitlich zu befassen. Der vorliegenden Entwurf zur Hauptstraße in Legden bietet einen Beitrag für integrative Lösungsansätze und Ideen für den öffentlichen Raum, wie den Bedürfnissen aller Generationen und allen Bürgern - mit und ohne Einschränkungen - begegnet werden kann.

Die Gemeinde Legden, im westlichen Münsterland gelegen, bietet das Bild eines typisch münsterländischen Dorfes mit roten Klinkerfassaden und Klinkerpflaster. Als Dahlien- und Freizeitdorf ist Legden überregional bekannt, kleine und mittlere Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe prägen das wirtschaftliche Leben. Der Projektbaustein „Barrierefreier Ortskern“ befasst sich mit der barrierefreien Umgestaltung der Dorfmitte und damit dem östlichen Abschnitt der Hauptstraße. Der Dorfkern von Legden ist heute durch die bestehende Straßensituation der Hauptstraße als bedeutender Erschließungs- und Versorgungsachse geprägt. Wichtige Einrichtungen wie das neue Gesundheitszentrum, hausärztliche Arztpraxen, aber auch Einzelhandel für den täglichen Gebrauch, wie Bäckerei oder Apotheke, befinden sich hier. Der Bereich vor dem Gasthaus „Alt Legden“ wird von vielen Legdenern als Ortsmitte empfunden, die heutige Situation mit als Parkplatz wird diesem Anspruch aber nicht gerecht. Auf der anderen Straßenseite stellt der vorhandene Brunnen einen beliebten Treffpunkt dar, doch auch dieser kleine Platz wird stark durch die Straßensituation geprägt. Die südliche überwiegend aus historischen Gebäuden bestehende Fassadenseite der Hauptstraße bildet nach Süden die Raumkante zum Kirchplatz, welcher von der Hauptstraße aus nur durch eine enge Gasse neben dem freistehenden schmalen Fachwerkhauses des Verkehrsvereins zu erschließen ist. Der Kirchplatz stellt die Verbindung vom Dorfkern zum Dahliengarten, dem neuen Herzstück Legdens dar und erhält somit eine gesteigerte Bedeutung im Erschließungsgefüge der Gemeinde.

Ziel des Entwurfs ist es, die Dorfmitte räumlich und funktional zu stärken, besser erfahrbar zu machen und im Sinne der gewünschten Barrierefreiheit für alle Legdener Bürger aufzuwerten. Hierfür schlägt der Entwurf einen durchgehenden Materialteppich von Fassade zu Fassade vor, welcher dem dazwischenliegenden Raum ein einheitliches Erscheinungsbild gibt und die Orstmitte als Platz markiert. Der Bereich für den motorisierten Verkehr wird durch eine Fahrbahnmarkierung klar definiert, der restliche Raum steht allen übrigen Nutzern gleichberechtigt zur Verfügung. Gezielte Baumneupflanzungen stärken die Raumbildung und Wegeführung. Ein für das Dorf Legden entworfenes Ausstattungs- und Leitsystem setzt Akzente und dient der Orientierung und Wegeführung im Ortskern.