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Hausmann Architekten

Michael-Ende-Schule, Nürnberg

Neubau einer 5-zügigen, integrierten Ganztagsgrundschule mit Hort und Doppelsporthalle in Passivhausbauweise
Seeberger.Buss für Hausmann Architekten
Seeberger.Buss für Hausmann Architekten
Ort
Nürnberg
Gebäudekategorie
Schulen
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2016
Material Fassade
Mauerwerk
Der Neubau der Schule befindet sich im Stadtteil St. Leonhard in Nürnberg. Ein zentraler Schulvorplatz bildet einen Anlaufpunkt aus den verschiedenen Ankunftsrichtungen aus dem Viertel.

Direkt am Haupteingang des Schulhauses liegt der erste zentrale Baustein des Hauses: die Pausenhalle wird als Raumlandschaft ausgebildet, die unterschiedliche Nutzungen ermöglicht. Für Veranstaltungen lassen sich die Mehrzweckräume zuschalten. Speiseräume und Mensa sind ebenfalls an die Pausenhalle angegliedert. Ein Atrium belichtet zusätzlich von oben und verbindet über die Vertikale alle weiteren Geschosse über Blickbeziehungen mit der Mitte der Schule.

Über die direkt ans Forum angebundene Treppenanlage erreicht man die oberen beiden Geschosse. Jeweils zwei Jahrgangsstufencluster liegen auf einer Etage und werden durch die zentral liegenden Funktionsbereiche und Differenzierungszonen miteinander verbunden. Die beiden Atrien strukturieren diese beiden Bereiche und sorgen für natürliche Belichtung. Durch das Integrieren von sogenannten Lernateliers innerhalb der Erschließungsflächen entsteht Raum für Förderung, Gruppenarbeit und selbstständiges Arbeiten innerhalb eines jeden Clusters. Der Hortbereich im Erdgeschoss steht ebenfalls über zwei Treppenanlagen in direkter Verbindung mit den Ganztagsräumen in den Obergeschossen; die Horträume sind durch die Schaltbarkeit der einzelnen Bereiche und den separaten Eingang auf der Nordseite des Gebäudes auch autark nutzbar. Der Hortbereich verbindet sich über eine Stufenanlage im Atrium innenräumlich mit dem Sportbereich im Untergeschoss.

Das Konzept schafft eine moderne und nachhaltige Schule, die möglichst viele Gestaltungsmöglichkeiten für die Lehre eröffnet. Die Nutzung der verschiedenen Raumzonen ist daher selten determiniert, sondern kann flexibel durch die Nutzer im laufenden Betrieb bestimmt werden. Der Neubau ist auf die Betreuung von insgesamt 500 Schülern der Jahrgangsstufen 1-4 in 20 Klassen ausgelegt. Der integrierte Hort dient zudem der Früh- und Spätbetreuung. In der angegliederten Sporthalle soll neben dem Schulsport auch eine abendliche Vereinsnutzung möglich sein.