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HENN

HENN gewinnt den Gasteig in München

News
27.10.2018
Wettbewerb
Nach über 30 Jahren intensiver Nutzung soll das Kulturzentrum Gasteig in München saniert und umgebaut werden. HENN hat sich in einem internationalen Architekturwettbewerb mit anschließendem Vergabeverfahren durchsetzen können.
Der Gasteig ist mit rund zwei Millionen Besuchern im Jahr das größte Kulturzentrum Europas. Er wurde von der Architektengemeinschaft Raue, Rollenhagen, Lindemann und Grossmann erbaut und 1984/85 eröffnet. Mit der Sanierung des Gasteig bekommt München ein Gebäude, das mit seinem kulturell vielfältigen Angebot weltweit unvergleichbar sein wird.
Ein neues, bauliches Element, das als gläserne Brücke die bestehenden Gebäudeteile verbindet, gibt dem Gasteig eine neue Transparenz. Sie öffnet den Gasteig zur Stadt, gewährt Einblicke in das Geschehen und lädt alle Besucher und Mitarbeiter ein, Teil des kulturellen Lebens der Stadt zu werden. Diese Kulturbühne wird zum Leitbild und zur
Identität des neuen Gasteig. Sie steht gestalterisch mit ihrer transparenten, gläsernen und offenen Architektur bewusst in Kontrast zum monolithischen und mineralischen Bestand.
Der Idee „ONE“ Gasteig folgend zieht sich die neue Kulturbühne als Raumkontinuum horizontal und vertikal durch alle Bereiche des Gasteig. Sie ist Erschließung, Foyer, Ausstellungsfläche und Eventbereich zugleich. Sie ermöglicht Besuchern und Mitarbeitern klare Orientierung und kurze Wege zwischen allen Funktionen. Hier hat jeder Bereich, egal ob die Philharmonie, der Carl-Orff-Saal, die Bibliothek oder die Volkshochschule, seine eigene Adresse und Identität.
Die städtebauliche Isolation des Gasteig wird mittels einer einladenden Treppenanlage aufgehoben. Die Topografie in Richtung Isar wird betont und bildet die räumliche und konsequente Fortsetzung des „gachen Steigs“, des steilen Anstiegs von der Isar zum neuen Gasteig.
Im Inneren wird man über zwei großzügige Treppen, die teilweise auch als Sitzstufen ausformuliert sind, in das 1.Obergeschoss, dem Herzstück der Kulturbühne, geführt. Hier befinden sich alle Foyers der großen Säle mit dazugehörigen Gastro- und Barbereichen, sowie Ausstellungs- und Veranstaltungsflächen.
Mit der Sanierung der Philharmonie wird ein optimales akustisches und räumliches Erlebnis erreicht. Der Carl-Orff-Saal wird in seiner Multifunktion als flexibelster Raum im Gasteig ausgebildet. Die Bibliothek wird als offene Lese- und Studierlandschaft angelegt. Die Volkshochschule hat ihre Adresse und ihre Informations- und Beratungsräume entlang
der Kulturbühne. Oberhalb der Philharmonie bildet das neue Restaurant „Ausblick“ den vertikalen Abschluss des Gasteig und gewährt seinen Gästen einen Blick von der Allianzarena, über die Frauenkirche bis hin zur Zugspitze.

Wettbewerb einer von drei 1. Preisen, Mai 2018, Gewinner des Vergabeverfahrens
Bauherr Gasteig München GmbH
Ort München
Architekt HENN
Team Gunter Henn, Martin Henn, Stefan Sinning, Paul Böhm, Francesco Capuzzo, Tanja
Dietsch, Andreas Fuchs, Marta Galdys, Denise Gellinger, Johanna Graßl, Joachim
Grund, Ralph Hempel, Attila Horvarth, Malte Köditz, Thomas von Küstenfeld, Max
Langwieder, Paul Lawrence, Peter Lee, Che Liu, Nelli Maier, Sonja Millauer, Wolfgang
Mühlhölz-Hirschmann, Armin Nemati, Moritz Ossenberg-Engels, Klaus Ransmayr,
Daniel Recklingloh, Ibrahim Saad, Grzegorz Schnotale, Jovan Topalovic, Peter Weber,
Fredrik Werner, Wolfgang Wrba
Projektpartner Rainer Schmidt, Landschaftsarchitektur
Nagata Acoustics, Akustik
Climaplan, Technische Ausrüstung
Nees Ingenieure, Brandschutz
Kunkel Consulting Int., Bühnentechnik
EKZ Bibliotheksservice, Bibliothek
Ingenieurbüro Knab, Elektrotechnik
SSP, Tragwerk
Regierungsbaumeister Schlegel, Verkehr
Transsolar, Fassade
MIR, Visualisierungen