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HUSS HAWLIK Architekten

Büro- und Logistikgebäude CODICO

Ort
Perchtoldsdorf
Gebäudekategorie
Büros, Banken
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2008
Material Fassade
Metall
Seit Gründung der Firma CODICO im Jahre 1977 legt die Geschäftsführung des Unternehmens höchsten Wert auf das repräsentative Erscheinungsbild des Unternehmens. Sei es im Rahmen der Drucksorten und Kataloge, der regelmäßig neu gestalteten Messestände oder dem nun mittlerweile dritten Firmengebäude, das auf Grund des kontinuierlichen Wachstums erforderlich wurde und auch wegen der mittlerweile hochgestochenen Anforderungen, die an die logistische Organisation eines Handelsunternehmens für elektronische Bauelemente gestellt werden.

Die junge Eigentümergeneration wollte noch stärker als bisher die Themen Flexibilität, Transparenz, Dynamik und Stärke in der Architektur des Gebäudes umgesetzt sehen. Für das kleine Gewerbegebiet sollte mit dem keilförmigen Bau und der ungewöhnlichen Auskragung ein Landmark gesetzt werden. Die repräsentative Wirkung nach Außen ist für CODICO jedoch nicht nur eine Marketingstrategie, sondern vermittelt auch den Mitarbeitern in hohem Maße das Gefühl, in einem besonderen Team mitzuwirken.

Basierend auf einem optimierten Verkehrskonzept wurde die Dreiecks-Konfiguration des Baukörpers entwickelt. Der Ladehof konnte so minimiert, die gewonnene Fläche als Garten im Vorplatzbereich genutzt werden. Sowohl Büro- als auch Lagergebäude sind jeweils auf das doppelte Volumen erweiterbar.

Technisch wurde das Konzept mit folgenden Innovationen umgesetzt: Die Fassade weist extrem schlanke Profile auf. Die bis zu 4,6m hohen Scheiben im EG sind integrierter Teil der Fassadenstatik. Im Bereich des obersten Fassadenbandes wurde eine LED-Leuchtschrift in die Fassade integriert, die mit Bauteilen aus dem Hause CODICO durch einen Kunden (ACT) hergestellt wurde.

Um eine optimale Flexibilität der offenen Bürogrundrisse zu erzielen, und die darunter liegenden Bereiche der Eingangshalle und des Warenexpedits möglichst wenig zu beeinträchtigen, wurde ein 10x10m Stützenraster mit einer Cobiax-Flachdecke gewählt. Dieses System ermöglicht auch die Auskragung von 5m im Bereich des Einganges und der Ladezone. Zwischen den Cobiax-Hohlkörpern werden weiters die Lüftungsrohre geführt, wodurch auf eine abgehängte Decke weitgehend verzichtet werden konnte. Dadurch kann die Masse der Decken thermisch aktiviert werden. Akustisch hochwirksame Deckensegel, die gleichzeitig zur indirekten Beleuchtung herangezogen werden, gliedern die Decke. Direkt-indirekt strahlende Lichtbänder ergänzen das Lichtkonzept, wenn das in der Regel tief in die Räume fallende Tageslicht nicht mehr ausreicht.

Die Struktur der internen Kommunikation beginnt in den flexiblen Arbeitsgruppen, die mit 4-6 Mitarbeitern bewetzt werden können. Interne Besprechungen können weiters in offenen Besprechungsinseln oder in durch Glaswände abgetrennten Bereichen in den Büroetagen stattfinden. Im Erdgeschoß befinden sich Besprechungsräume für externe Teilnehmer und ein teilbarer Seminarraum. Diese Räume werden über eine großzügige Halle erschlossen, die durch Öffnen der Trennwände zu den Seminarräumen zu einem open-space werden kann. Konzerte und Firmenfeiern können hier stattfinden, wie auch Ausstellungen.

Kommunikation findet auch außerhalb der Arbeitszeiten statt: in der Cafeteria mit angeschlossener Terrasse, in den attraktiven Teeküchen und auf dem Beach-Volleyball-Platz.