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Jim Clemes Associates

GEWINNER ICONIC AWARDS - INNOVATIVE ARCHITEKTUR

WASSERTURM BAN DE GASPERICH
Nico Thurm, Jim Clemes, Mathieu Nicol; © Manuel Debus-Lutz Sternstein
Nico Thurm, Jim Clemes, Mathieu Nicol; © Manuel Debus-Lutz Sternstein
News
09.10.2019
Der Wasserturm wurde gebaut, um einen brandneuen Stadtteil der Stadt Luxemburg mit Wasser zu versorgen und ist zu einem ikonographischen Wahrzeichen am Schnittpunkt von drei Autobahnen geworden, die nach Frankreich, Deutschland und Belgien führen. Sein auffälliges weißes Aussehen symbolisiert die Reinheit und Kostbarkeit des Wassers, während sein Muster an die Grundwasserspeicher in durchlässigen Gesteinsformationen erinnert. Das Beleuchtungskonzept aus voll programmierbaren und einstellbaren Farb-LEDs unterstreicht die Präsenz des Turms, ob bei Tag oder bei Nacht.
Im Februar 2013 wurde Jim Clemes Associates zum Gewinner des von der Stadt Luxemburg ausgeschriebenen Architekturwettbewerbs gekürt. Die Jury ließ sich von „der abstrakten, aber funktionalen, einfachen und eleganten Form verführen, die sich perfekt in das städtische Gefüge einfügt”; Der neue Wasserturm Ban de Gasperich war für Jim Clemes Associates eine Gelegenheit, die Frage nach der ästhetischen Integration technischer Arbeiten in das städtische Gefüge anzusprechen. Oft vergessen und in die Abgeschiedenheit rein technischer Arbeit gedrängt, haben Wassertürme in den letzten Jahren eine ästhetische Dimension erreicht und markieren damit Gebiete, in die sie passen. Darüber hinaus ist die spitzenartige Webart des Turms gleichbedeutend mit dem Reichtum des Wasserturms und unterstreicht die Kostbarkeit des Wassers als immer selteneres Gut.
Der Wasserturm wurde 2018 eingeweiht. Für die Realisierung wurde Jim Clemes Associates vom Ingenieurbüro Schroeder & Associés, T/E/S/S, Licht Kunst Licht AG und für den Realisierungsteil von Perrard und Prefalux begleitet. Der 68,43 m hohe Wasserturm soll den neuen Stadtteil Ban de Gasperich mit Trinkwasser versorgen, der bis 2030 5. 000 Einwohner, 2. 600 Schüler und Lehrer aufnehmen und damit 25. 000 Arbeitsplätze schaffen soll.

Rat für Formgebung
Als eines der weltweit wichtigsten Kompetenzzentren für Design und Architektur agiert der Rat für Formgebung an der Schnittstelle zwischen Gestaltern und Bauwirtschaft. Seine Auszeichnungen gelten als unabhängige Gütesiegel internationalen Rangs für kontemporäre Entwicklungen und gestalterische Leistungen. 1953 auf Initiative des Deutschen Bundestages vom Bundesverband der Deutschen Industrie und einigen führenden Unternehmen als Stiftung gegründet, setzt sich der Rat für Formgebung mit seinen Wettbewerben, Ausstellungen, Konferenzen, Seminaren und Publikationen für die Förderung von Design ein. Dem Stifterkreis des Rats für Formgebung gehören aktuell über 300 in- und ausländische Unternehmen an.

Zum Projekt

Jury
Über die Vergabe der ICONIC AWARDS: Innovative Architecture entscheidet eine unabhängige und sachverständige Jury. Sie setzt sich zusammen aus Vertretern der Bereiche Architektur, Innenarchitektur, Design und Markenkommunikation.

  • Jonghwan Baek, WGNB, Seoul
  • Michel Casertano, Atelier Brückner GmbH, Stuttgart
  • Marco Dessí, Studio Marco Dessí, Wien
  • Asif Khan, Asif Khan Ltd., London
  • Wiebke Lang, designreport, Frankfurt am Main
  • Silvia Olp, Phoenix Design, Stuttgart/Munich/Shanghai
  • Linda Stannieder, GRAFT BRANDLAB GmbH, Berlin
  • Andrej Kupetz, Rat für Formgebung, Frankfurt am Main