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Jo. Franzke Generalplaner

Kuhhirtenturm, Frankfurt am Main

Ort
Frankfurt am Main
Gebäudekategorie
Museen, Galerien
Bauvorhaben
Umbau
Jahr der Fertigstellung
2003
Material Fassade
Mauerwerk
Architektenpreis
Hessischer Denkmalschutzpreis
Der Kuhhirtenturm - ein Ensemble aus Turm und Torhaus - steht auf den Resten der mittelalterlichen Stadtmauer von Alt- Sachsenhausen. Er ist denkmalgeschützt und ein Wahrzeichen des Stadtteils. Nach der Kriegszerstörung wurde das Gebäude 1956 instandgesetzt. Dabei wurde die Turmhaube einschließlich des vierten Obergeschosses in Mauerwerksbauweise neu aufgesetzt. Bei dem sichtbaren Fachwerk handelt es sich um eine Fachwerkvorsatzschale. Im Zuge einer Nutzungsänderung von Räumen der angrenzenden Jugendherberge in Ausstellungs- und Veranstaltungsräume der Paul-Hindemith-Stiftung wird das Bauwerk denkmalgerecht saniert. Ab dem vierten Obergeschoss wird der Turm aufgrund der vielfältigen Anforderungen an die Dachkonstruktion wie Brandschutz, Wärmeschutz, Akustik, Statik, der Empfehlungen des Denkmalschutzes sowie aus ästhetischen Gründen einschließlich der gesamten Dachkonstruktion neu hergestellt, entsprechend dem Vorkriegszustand altdeutsch verschiefert und gedämmt. Die Rekonstruktion des Äußeren steht in Gegensatz zur reduzierten weißen „Kiste“ des Innenraums, der einen kleinen Veranstaltungsraum für Kammerkonzerte beherbergt. Die Baumaßnahme umfasst zudem eine Erneuerung des Torhausdachstuhls sowie eine Instandsetzung der Überreste der mittelalterlichen Stadtmauer.

Kuhhirtenturm, Frankfurt am Main
Umbau und Sanierung
Adresse: Große Rittergasse 118
Bauherr: Stadt Frankfurt
Fertigstellung: 2010
BGF: 244 m²
Nutzung: Ausstellungs- und Veranstaltungsräume
Leistungsphasen: 1-8

Fotos: Christian Richters, Münster