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Josef Weichenberger architects + Partner

SEN – Wohngarten Sensengasse

Foto: Lisa Rastl
Foto: Lisa Rastl
Ort
Wien
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2010
Architektenpreis
Wettbewerb 1.Platz
Das Projekt gliedert sich in einen linearen Baukörper entlang der Sensengasse und einer, im erweiterten Park positionierten freistehenden Stadtvilla.
Die lineare Bebauung, bestehend aus drei miteinander verknüpften Einzelbaukörpern, stellt eine membranartige Zäsur zwischen Parkraum und Stadtraum dar. Dabei wird einerseits auf eine gezielte Durchlässigkeit mit Wege- und Blickbeziehungen Richtung Park geachtet, andererseits wird die Erdgeschosszone – zum Teil zweigeschossig -  der stadträumlichen Freifläche zugeordnet.
Diese Zwischenräume mit Ausblick in den umgebenden Grünraum bilden als “grüner Riss“ in Verbindung mit der unberührten und komplett erhaltenen Baumallee in der Sensengasse, den der Fassade vorgehängten Gärten und den luftigen Einschnitten jenes vertikale Grün, das die gesamte Bebauung mit dem Park zu einem organischen Ganzen zusammenfügt.

Die Baumreihe entlang der Sensengasse wird darüber hinaus in die Gliederung der Einzelbaukörper aufgenommen, das Projekt reagiert somit sensibel auf den Baumbestand.
Der Grünraum endet nicht an der Grundstücksgrenze sondern bindet auch den bepflanzten Grünhang des alten AKH, den Sportplatz und die Schule mit ein.
Der Erhalt dieses innerstädtischen Naherholungsgebietes und damit verbunden auch eine sinnvolle Erschließung, wird mit einer erlebnisreichen Wegführung durch das ganze Areal geschaffen.

Die freistehende Stadtvilla markiert die nordwestliche Bauplatzgrenze und steht durch die nunmehr klar definierte neue Parkgrenze sozusagen mitten im Grünraum

Die Anordnung, Gliederung und Konzeption dieser Baukörper erzeugt einerseits eine entsprechend große Vielfalt und Kombinatorik an Wohnungstypen mit unterschiedlichstem Frei- und Grünflächenangebot, andererseits ein Optimum an besonnten Fassadenflächen.
In der Stadtvilla sowie im Kopfbaukörper befinden sich geförderte, sowie freifinanzierte Wohnungen. Der mittlere Baukörper beinhaltet einerseits Wohnungen in den Obergeschossen und sieht andererseits eine Büronutzung in der Erdgeschoß- und Untergeschoßzone vor.
Der voraussichtlich 2012 fertig gestellte Universitätsbaukörper beherbergt auf 6.300 m² die Institute für Sprach- und Bildungswissenschaften der Universität Wien samt zweigeschossiger Bibliothek in den Untergeschossen.
In der Sockelzone befindet sich der Eingangs- und Verwaltungsbereich, in den Obergeschossen die Seminar- und Institutsbüroräume.