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KAWAHARA KRAUSE ARCHITECTS

Kiosk Mythenquai

Das Strandbad Mythenquai am Zürichsee mit seinen überwältigenden Park-ähnlichen Grünanlagen ist eines der ältesten Freibäder der Stadt. Große, prächtige Bäume und üppiges Grün sollen durch das neue Kioskgebäude so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Das Gebäude nimmt sich daher in seiner einfachen, rechteckigen Kubatur gegenüber der überbordenden Natur zurück. Seine verspiegelten Fassaden reflektieren nebelig die umgebende Natur - von weitem scheint sich das Volumen aufzulösen. Das Gebäude ist tief in seinen Kontext verwebt. Erst aus der Nähe nimmt man die feine Graduierung der Lamellenfassade wahr.

Außerhalb der Betriebszeiten ist das Gebäude ein geschlossener Körper, dessen Eindruck sich im Vorbeigehen durch die in unterschiedlichen Neigungen angeordneten Lamellen sukzessive verändert. Wenn das Restaurant geöffnet ist, werden die Lamellen-Fassaden des Gästebereichs hochgeklappt und dienen als Sonnenschutz für die umgebende Terrasse. Ein offener, einladender Bereich entsteht, ein fließender Übergang zwischen Innen und Außen wird geschaffen. Innenraum und Landschaft überlagern sich. Der Gästebereich ist hell und licht und erlaubt Ausblicke auf den See und den Park.

Auch die neue Terrasse des Restaurants und die Pfade, die zu ihm führen, wurden sorgfältig in die bestehende Parklandschaft integriert. Etwas unterhalb des Rasen-Niveaus gelegen, scheinen sie von weitem im Gras zu verschwinden und vermitteln das Bild einer unzerteilten Grasfläche. Die Terrasse führt hinunter zum Wasser und verbindet über Sitzstufen Park und Strand. Als Bodenmaterial für die Terrasse wurde ein beiger Drain-Asphalt gewählt, der sich mit seiner Sand-ähnlichen Optik gut in die Umgebung einfügt. Der gleiche Bodenbelag wird auch im Inneren des Restaurants verwendet und verbindet somit Innen und Außen übergangslos miteinander.