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KAWAHARA KRAUSE ARCHITECTS

Grundschule Rossert

Um den Neubau für die Grundschule Rossert in seine kleinteilige Umgebung in einem kleinen Dorf nahe Frankfurt zu integrieren, wurde das Gebäude in mehrere kleine Volumen unterteilt. Die Volumen sind in ihrer Größe an die umliegenden Häuser angepasst und verbinden so das Gebäude mit seinem Kontext. Der Entwurf für die Schule besteht aus neun gleichen Volumen die leicht zueinander verdreht sind und so einen Zwischenraum aufspannen. Durch diese Verdrehung der Volumen zueinander entstehen unterschiedliche Aussichten und Blickwinkel auf das Dorf, den Wald dahinter und die offene Landschaft. Jeder Raum der Schule öffnet sich in mindestens zwei unterschiedliche Richtungen und erlaubt Sichtbeziehungen zwischen den Volumen.

Die Funktionen werden klar in unterschiedliche Volumen unterteilt, diese sind jedoch über den dazwischen entstehenden Raum miteinander verbunden. Durch die Verdrehung der Volumen entsteht ein offener, fließender Raum der sich aufweitet und wieder verjüngt und somit unterschiedliche räumliche Situationen entstehen lässt, die die Neugier und Erkundungslust der Kinder anregen. Hier können die Kinder sich treffen, toben und spielen, finden aber auch Ecken und Räume des Rückzugs. Die Schule benötigt keinen klassischen Korridor - der Zwischenraum wird zum Herz der Schule, die Schule zu einem Ort des Treffens und der Kommunikation.

Der Neubau besetzt die nordwestliche Ecke des Grundstücks und ist so weit wie möglich von der Straße zurückgesetzt, schmiegt sich an den Hügel dahinter und lässt große Teile des Grundstücks für den Schulhof frei.
Die repetitive Anordnung gleicher Volumen erleichtert eine spätere Erweiterung, da weitere Volumen problemlos zum System hinzugefügt werden können. Andererseits können einzelne Volumen auch leicht vom Gesamtzusammenhang gelöst werden. Dies ermöglicht eine flexible Anpassung an mögliche funktionale Änderungen.