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KAWAHARA KRAUSE ARCHITECTS

Fassaden-Neugestaltung Restaurant Z

Für ein japanisches Restaurant in Hamburg sollte eine neue Fassade entworfen werden. Durch eine auffälligere Fassadengestaltung erhoffte sich der Restaurantbesitzer eine größere Aufmerksamkeit der Passanten und damit eine höhere Laufkundschaft.

Zugleich schien im Umgang mit dem Gründerzeithaus, in dessen Erdgeschoss sich das Restaurant befindet, gestalterische Zurückhaltung notwendig.

Der scheinbare Konflikt wurde durch den Einsatz von farbig lackierten Holzlamellen gelöst.

Holzlamellen sind ein Element, das in der traditionellen japanischen Architektur ebenso wie in zeitgenössischer europäischer Architektur Verwendung findet. Deren Einsatz soll daher als Hinweis auf das japanische Restaurant dienen, ohne klischeehaft japanisierend zu sein.

Die Holzlamellen sind der bestehenden Fassade vorgehängt und von vorne im gleichen Weißton wie diese lackiert. Von links wurden die Lamellen silber, von rechts gold lackiert.

Da Lamellen je nach Blickwinkel als schmale Einzelelemente oder scheinbar geschlossene Flächen wahrgenommen werden, ergibt sich im Vorbeigehen ein subtiler, jedoch die Aufmerksamkeit des Passanten auf sich ziehender Effekt. Von der Seite kommend werden die Lamellen zunächst als geschlossene silberne Fläche wahrgenommen, die sich graduierlich immer weiter auflöst. Von Vorne gesehen werden die weißen Vorderseiten der Lamellen zu einem Teil der dahinterliegenden,  gleichfarbigen Fassade. Im Weitergehen und Zurückblicken scheinen sich die Lamellen wieder zu einer Fläche zu schließen, die nun golden ist.

Mit der silbernen Lackierung wurde die Farbgebung im Inneren des Restaurants aufgenommen, Gold als das passende Gegenstück verwendet. Zugleich unterstreichen diese beiden Farben die schlichte Eleganz des Gründerzeithauses. Somit kommt der Farbgebung eine vermittelnde Eigenschaft zu.