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KNERER UND LANG Architekten

Studentisches Wohnhochhaus im Olympischen Dorf München

©Jens Weber
©Jens Weber
Ort
München
Gebäudekategorie
Wohnheime
Bauvorhaben
Umbau
Jahr der Fertigstellung
2012
Architektenpreis
Beitrag 13. Architektur-Biennale Venedig
Bayerischer Wohnungsbaupreis 2012
Bauherrenpreis Modernisierung 2013/2014
best architect 14
Gewinner des db-Preises - Respekt und Perspektive Bauen im Bestand 2014
Preis für Stadtteilpflege München 2016
Günther Eckert legte 1969 mit dem Studentischen Hochhaus als Teil des künftigen Olympischen Dorfes ein radikales Konzept vor.
Die 801 Appartements bilden sich nach außen durch gestapelte Sichtbetonrahmen ab. Das Innere des Hauses blieb stützenfrei und wurde zu den Appartements ausgebaut.
Nach 40 Jahren musste das Haus an heutige Anforderungen an Wärmeschutz und Sicherheit angepasst zu werden, ohne dabei an Ausdruck zu verlieren.
Die gesamte außen liegende Tragkonstruktion –und damit auch die Loggien- musste in eine wärmedämmende Hülle gepackt werden. Eine vorgehängte Struktur aus neuen Leichtbetonfertigteilen liefert eine Plastizität, die der des Vorgängerbaus nahekommt. Neue Fensterelemente und eine neue Brüstungsbekleidung aus lackierten Blechtafeln nehmen Materialität und Fassadengliederung des Bestandes auf, ohne zu kopieren. Aus den knapp bemessenen Appartements wurden kompakte Kleinwohnungen mit unterschiedlichen räumlich differenzierten Funktionsbereichen.
Nach der Sanierung wird das Gebäude wie selbstverständlich seinen Platz im Olympiadorf auch weiterhin behaupten. Die Umbaumassnahmen kann man zwar an vielen sorgfältig entwickelten Details ablesen,der Bezug auf die Entstehungszeit des Hauses ist jedoch subtil immer vorhanden
Dieser Ansatz wurde in Entwurf und Konstruktion mit äußerster Konsequenz umgesetzt und es entstand ein Gebäude, das bis heute ein besonders überzeugendes architektonisches Zeitdokument im Olympiagelände darstellt.

Das Studentenwerk München hat das bestehende Studentenwohnheim Helene-Mayer-Ring 7  in München saniert. Das Gebäude wurde im Zeitraum von 1969 bis 1971 nach den Plänen des Architekten Günther Eckert als Teil des Olympischen Dorfes errichtet. Es umfasst 801 Appartements mit je 18,5 m2 Grundfläche, verteilt auf 15 bis 19 Geschosse. Nach heutigen Gesichtspunkten entsprach das Gebäude insbesondere hinsichtlich des Energiebedarfs und des Brandschutzes nicht mehr den gestellten Anforderungen. Bedingt durch die außenliegende Tragkonstruktion ergaben sich Wärmebrücken, die einen hohen Energiebedarf verursachenden. Die vorhandene Gebäudestruktur mit vorgelagerter Loggia wurde hinsichtlich der Nutzung neu untersucht. Im Rahmens des Planungsprozesses wurden die Loggien in die Gebäudehülle einbezogen. Dabei wurde das ursprüngliche Entwurfsthema der modularen Bauweise wieder aufgegriffen und in Form von plastisch gefalteten Fassadenelementen weitergeführt. Die charakteristischen Entwurfsmerkmale der Elementfassade mit ihrer starken Plastizität blieben erhalten, wurden jedoch unter Beachtung der heutigen Anforderungen neu interpretiert.