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KUPFERSCHMIDT ARCHITEKTEN

Wohnpark am Ebenberg

Neubau einer Wohnanlage
Rainer Taepper
Rainer Taepper
Ort
Landau
Gebäudekategorie
Geschosswohnungsbau
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2017
Material Fassade
Mauerwerk
Architektenpreis
Wettbewerb 1. Preis
Das Konversionsgelände „Estienne et Foch“ besticht in seinem Bebauungsplan durch seine Vielzahl an Quartiere mit unterschiedlichen Qualitäten. Das Grundstück im Nord-Westen hat zudem nicht nur einen Altbestand, sondern hat mit der Lage am äußeren Rand die Möglichkeit das Bild des kompletten Geländes gegenüber der Stadt zu prägen.

Durch die Analyse der vorgegebenen Bebauungsplanstruktur (Kammstruktur) , wird klar das diese Struktur zwar dem Altbestand gerecht wird , aber nicht mit der umliegenden Bebauung, die durch 1-2 Familienhäuser im Westen und kleinere Mehrfamilienhäuser im Osten geprägt sind , korrespondiert.

Die Teilung und das Gliedern der einzelnen Baukörper auf dem Grundstück ist somit die logische Konsequenz ohne die städtischen Kanten zu verlieren. Die Qualitäten die daraus entstehen liegen vor allem in der Anpassung an die Umgebungsbebauung, die Privatheit der Bewohner und die Ausgestaltung der Freiräume. Die sechs Einzelbaukörper können somit optimal belichtet / belüfte und vor allem qualitativ hochwertig ausformuliert werden. Die innere Durchwegung bietet die Möglichkeit das Quartier von einer zentralen Achse zu erschließen und bietet somit dem Nutzer optimal besonnte Privatgärten. Zugleich wird die Kommunikation gefördert aber auch die Privatheit gewahrt. Es entsteht ein städtebauliches Bild, welches von moderner Architektur geprägt und von alt bewerten Gebäudetypologien gefasst wird.

Die sechs „Hofhäuser“ grenzen sich zunächst vom Altbestand ab, und greifen zeitgemäße flexible Fassadengestaltung auf. Hier wird ein klarer Gegensatz zur Strengen Kasernenarchitektur gesetzt, die sich auch im inneren vorsetzt. Die einheitliche Putzfassade und die kubische, reduzierte Architektur unterstützt das monolithische Erscheinungsbild der Baukörper und positioniert sich bewusst als Kontrast zum Bestand. Der Sandsteinsockel und der alte Baumbestand lassen die Baukörper ihren Platz finden und bilden gemeinsam ein stimmiges Bild. Der Grundriss der Bauten wird geprägt vom Innen und Außen, privat und öffentlich, eine Zwischenzone wird ausgebildet und fungiert als (speziell Häuser 1-3) einen Puffer zwischen dem absolut privatem und den verschiedenen Qualitäten der Freiräume (Loggien und Terrassen).Die Flexibilität der Grundrisse bietet die Möglichkeit jeder Lebensstruktur gerecht zu werden, Großfamilien, Paaren, Singles, Senioren und körperlich Beeinträchtigten.