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Mailänder Consult

Hauptbahnhof Heidelberg

Ort
Heidelberg
Gebäudekategorie
Flughäfen, Bahnhöfe, Haltestellen
Bauvorhaben
Umbau
Jahr der Fertigstellung
2011
Material Fassade
Glas
Bei der Einweihung 1955 fand das Ensemble Hbf Heidelberg bundesweit Beachtung wegen seiner „kühnen Klarheit“, seiner Großzügigkeit in den Abmessungen und wegen seiner für die damalige Zeit neuartigen Konstruktion.

Planer der Gesamtanlage war der damalige Hochbaudezernent der Bundesbahndirektion Stuttgart, Helmuth Conradi, ein Schüler von Paul Bonatz.

Das gesamte Bahnhofsensemble, bestehend aus Schalterhalle, Sperrenhalle und Bahnsteigbrücke, steht heute unter Denkmalschutz: die Ursprungsmaterialien und der Ausdruck des Gebäudes sind fast noch originalgetreu erhalten.

Entwurflich galt es, trotz der sehr engen Vorgaben des Denkmalschutzes, eine dringend erforderliche Verlängerung der Fußgängerhalle über das äußere Gleis hinaus zu realisieren, um so den geplanten neuen Stadtteil „Heidelberg Bahnstadt“ im Süden des Bahnhofs fußläufig anzubinden.

Umgesetzt wurde ein filigranes Stahl-/Glasgebäude, das sich auf einem robusten Betonsockel entwickelt. Die Formgebung der einzelnen Bauteile folgt da, wo es technisch und wirtschaftlich Sinn macht, eng der historischen Vorlage, allerdings ohne eine bloße Rekonstruktion zu sein. Die neue Fassade, ausgeführt in Structural Glazing, führt mit heutiger Technik die rahmenlose Transparenz der historischen Fassade fort.

Auftraggeber: DB Station&Service AG

Zeitraum: 11/2009 – 08/2011

Baukosten: 2, 6 Mio. Euro

Leistungen:
Objektplanung Lph. 1-6
Verkehrsanlagen Lph. 1-9
Ingenieurbauwerke Lph. 1-9

Bildnachweis:
DB AG,
Mailänder Consult