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MBA/S Matthias Bauer Associates

Erweiterung UN-Campus Bonn

Um den zusätzlichen Raumbedarf für ca. 330 Mitarbeiter des Klimarahmensekretariats der Vereinten Nationen (UNFCCC) zu decken, soll ein Erweiterungsbau auf dem UN Campus in Bonn errichtet werden.
Ziel dieses Wettbewerbs ist es, — ein Planungsteam, — ein Konzept zur Integration des Erweiterungsbaus in den Campus mit den unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden und altem Baumbestand in der Rheinaue, — einen Vorentwurf für die Realisierung des Erweiterungsbaus sowie der Außenanlagen zu finden.

Der Erweiterungsbau für die UN prägt als ergänzender Solitär das Zentrum der Organisationen im Zusammenspiel mit den denkmalgeschützten Umgebungsbauten in einem offenen Landschaftskonzept.
Die zentrale Idee ist die Schaffung eines Gebäudes mit höchster Platzeffizienz bei maximaler Tageslichtausbeute und minimalster Grundfläche zur Schonung der vorhandenen Parklandschaft.

Städtebaulich bildet der zylindrische Turm mit seiner vermittelnden Höhe einen idealen Partner für alle umgebenden Gebäude.
Architektonisch ist die klare Formensprache Ausdruck der funktionalen Anforderungen an das Raumprogramm und die Nutzung. Sie interpretiert sinnhaft die inhaltiliche Ausrichtung der Arbeit des UN Klimasekretariats und seiner universale Einbindung. Die Höhenentwicklung ist weniger Symbol sondern Konsequenz mit Augenmaß.

Grundrisstypologie und Organisation
Die Grundrisse sind orbital angeordnet. Entsprechend dem Lauf der Sonne wird eine selbstverständliche, kommunikative und flexible Struktur raumbildend umgesetzt. Der runde Kern ist nach Süden verschoben und die Büroräume hauptsächlich Nord-Ost orientiert. Alle Arbeitsplätze sind in der Nähe der Aussenfassade angeordnet und optimal belichtet. Einzel- und Gruppen-Büros werden in jeder Etage miteinander kombiniert.

Grundprinzip ist, dass das Gebäude der Umgebung und Nutzung angepasst wird, die Architektur also bereits im Entwurf auf die klimatisch-energetischen und nutzungsspezifischen Anforderungen reagiert. Der runde Turm ist als kleinster Hüllkörper mit minimalstem Flächenverbrauch energetisch ideal.
Durch die optimierte Nutzung der natürlichen Ressourcen wie passive Solarnutzung und des Tageslichts sowie oberflächennahen Geothermie werden in Verbindung mit effizienter Versorgungs- und Gebäudetechnik die Anforderungen des Primärenergiebedarfs und der Gesamtwirtschaftlichkeit nicht nur zeitgemäß sondern zukunftsweisend nachhaltig umgesetzt werden.

Auslober: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BlmA), Bonn (DE), Berlin (DE)

Nutzer:    Secretariat of the United Nations Framework Convention on Climate change (UNFCCC)

Ort: Bonn, Deutschland

Gebäudetyp: Büro-, Verwaltungsbauten / Administration

Wettbewerbsart: International Wettbewerb / Open international competition

Fläche (BGF): 11.000 m²

Jahr: 2013

Plazierung: Shortlisted (n.06 out of 79)

Fachplaner:
Fassadenberatung und Bauphysik: VS-A  Robert Jan Van Santen

Energieberatung: Ingenieurbüro Leiser

Landschaftsarchitekten: Suzanne Grijsbach

Architect: Matthias Bauer, Marta Martinez

Team: Rocio Miranda, Bryan Bonomo