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Müller & Truniger

Gemeindehaus Jona

Gebäudekategorie
Behörden, Regierungsgebäude
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
1998
Architektenpreis
seit 2010 unter Denkmalschutz
Nomination für „die Besten 98” Wettbewerb von Hochparterre und 10 vor 10
Unser erster Bau ist bereits unter Denkmalschutz. Das Stadthaus Rapperswil-Jona (ehem. Gemeindehaus Jona) ist seit dem 16.  Juli 2010 unter Schutz gestellt. Es handelt sich nun um ein Kulturobjekt der Kategorie II.
Das Gemeindehaus (heute Stadthaus) ist der zentrale Identifikationspunkt in Jona. Als solcher wurde es als Haus für Besucher konzipiert. Prägnanz und Übersichtlichkeit sind zentrale Anforderungen, die an das Gebäude und seine Umgebung gestellt werden.

In den letzten Jahren wuchs Jona vom Dorf zur Stadt und ist mittlerweile vereint mit Rapperswil. Der Bau des Stadthauses trägt diesem Wandel Rechnung: Er behauptet den städtischen Massstab, an dem sich künftige Entwicklungen messen werden. Als Gemeindehaus für Jona konzipiert, wurde es bereits nach acht Jahre zum Stadthaus von Rapperswil-Jona umgenutzt.
Der kompakte Baukörper reiht sich ein unter die bestehenden Solitäre von Kirche, Schulhaus und Gemeindezentrum. Diese vier architektonischen Schwerpunkte bilden nun nicht nur inhaltlich, sondern auch körperlich das Gravitationszentrum von Jona. Der Neubau schliesst die Zeile entlang der St.Gallerstrasse ab und öffnet gegen Westen einen Raum angemessener Grösse. Gegen Osten wird der Vorplatz des Schulhauses gefasst. Dadurch entsteht ein ruhiger Platzbereich, dessen Atmosphäre ein grosses, bodenebenes Wasserbecken bestimmt. Im Dialog mit der Umgebung nimmt das Gebäude die klassische Gliederung in Sockel, Mittelteil und Dachpartie auf. Die Struktur und das kompakte Volumen werden durch einen hohen Grad an Offenheit kontrastiert. Die Gliederung der Fassade kann dabei sowohl auf eine Stützen-Platten-Struktur als auch auf eine Massivbauweise verweisen. Der gleichmässige Raster der Fassade wird an der Nord- und Süd-fassade durch Panoramafenster aufgebrochen.
Diese belichten eine Längshalle die sich als mehrgeschossige Raumabfolge durch das Gebäude zieht und die Öffentlichkeit des Baus auch im Innern auszeichnet. Im täglichen Gebrauch ist sie Kommunikations- und Aufenthaltszone; im besonderen Falle wird sie zur Ausstellungshalle und zum Veranstaltungsraum. Klarheit der Proportionierung und die Wahl suggestiver Materialien unterstreichen die repräsentative Haltung. Massiv aufgemauerter Sandstein und Glas in der Fassade,  Holztafeln, Naturstein und eine darauf abgestimmte Farbpalette im Inneren prägen den Bau. Der Sandstein stammt aus einem Bruch auf Gemeindegebiet; das Haus ist aus dem Stein gebaut, auf dem die Gemeinde steht.

Nominationen/Preise

“silver plate” bei “Premio Europeo di Architettura  Luigi Cosenza 2002” (mit 35 weiteren Büros)  
“Auszeichnung Gutes Bauen 1996-2000”, Anerkennung
Nomination für den internat. Architekturpreis
„Premio Borromini” (insgesamt wurden 46 internationale Büros nominiert)
Nomination für „die Besten 98” Wettbewerb von Hochparterre und 10 vor 10

Bauherrschaft:
Ortsgemeinde Jona

Bauleitung:
Herbert Oberholzer AG, Rapperswil, Pierre Robin

Wettbewerb
1994

Ausführung
1997/98

Rauminh. SIA 116:
17360 m3

Gebäudek. BKP 2:
9.1 Mio. Fr

Fr/m3:
525.00 Fr

Fotos (ausser Halle mit Sitzbank und Fassade Nahaufnahme):
Heinich Helfenstein

2006 haben wir das Gemeindehaus Jona zum Stadthaus Rapperswil-Jona umgebaut. Dabei wurde vor allem die Büroeinteilung geändert.