Zurück zum Profil
Numrich Albrecht Klumpp Architekten

Neubau Verwaltungsgebäude , Homberg - 1. Preis

News
01.10.2018
Nicht offener Wettbewerb
1. Preis
Verfahrensart
Nichtoffener Realisierungswettbewerb mit städtebaulichem Ideenteil im anonymen Verfahren mit vorangestelltem Bewerbungsverfahren nach § 3 (3) RPW 2013

Wettbewerbsaufgabe
Gegenstand des Wettbewerbes ist der Neubau eines Verwaltungsgebäudes mit ca. 3.000 m² Nutzfläche für die Kreisverwaltung des Schwalm-Eder-Kreises am Standort Friedrich-Kramer- Straße (ehemalige Dörnbergkaserne) in Homberg/Efze. Ein städtebaulicher Ideenteil soll ergänzend Anregungen für die zukünftige Erweiterung durch einen zweiten Bauabschnitt geben.

Zum Entwurf:

Bauabschnitte
Der erste Bauabschnitt wird als kompaktes Gebäudevolumen an der Grenze zum Nachbargrundstückdes Ideenteils errichtet. Im Maßstab und in der Gebäudeausrichtung orientiert sich der Neubau an der umgebenden Bebauung. Der Haupteingang mit einer eindeutigen Adressbildung in Richtugn der Hans-Scholl-Straße und die Anlieferung von der Friedrich-Kramer-Straße können bereits in der ersten Bauphase voll funktionsfähig hergestellt werden. Bereits im ersten Bauabschnitt entsteht ein städtebaulich wie funktional eigenständiges Gebäude. Mit dem 2. Bauabschnitt komplettiert sich die Gebäudefigur der zwei versetzten Volumen. Das Eingangsniveau und die Geschosshöhen des ersten Bauabschnitts werden übernommen, so dass ein durchgängiges barrierefreies Gebäude entsteht. Die vorhandene Erschließungsstruktur mit großzügiger Haupterschließung und Fluchttreppenhäusern und Anlieferung wird durch den zweiten Bauabschnitt effizient mitgenutzt und komplettiert.

Außenräume und städtebauliche Einbindung
Das neue Verwaltungsgebäude positioniert sich als kompakter Baukörper am Eingang des ehemaligen Kasernen-Areals. Die städtebauliche Gesamtfigur zweier versetzter Gebäudevolumen sorgt für eine effiziente Ausnutzung des trapezförmigen Grundstücks und schafft gleichzeitig eindeutige Außenräume. So entsteht ein großzügiger und attraktiver Eingangsplatz zur Hans-Scholl-Straße und gleichzeitig ein rückwärtiger, abgeschirmter Bereich für die Ver- und Entsorgung. Die geforderten PKW-Stellplätze mit zusätzlichen Ladestationen werden westlich des Gebäudes entlang der Hans-Scholl-Straße angeordnet. Die Stellplätze für Behinderte befinden sich in direkter Nachbarschaft des Vorplatzes. Der vorhandene Höhenunterschied auf dem Gelände wird mit in die Vorplatzgestaltung integriert und lässt einen qualitätsvollen Eingangsplatz als öffentlichen Ort und zusätzliches Raumangebot für das neue Quartier entstehen. Die Erstellung des Gebäudes in 2 Bauphasen ist in der Gebäudefigur ablesbar und wirtschaftlich zu realisieren.

Grundriss-Organisation
Im Inneren ist der Neubau kompakt und übersichtlich organisiert. Die zentrale Erschließung ermöglicht die optimale räumliche Verbindung der beiden Gebäudeteile. Bereits im 1. Bauabschnitt entsteht ein gut belichteter und kommunikativer Ort mit zahlreichen Blickbeziehungen für die Mitarbeiter und Besucher des Verwaltungsgebäudes. Die Organisation der Grundrisse gewährleistet eine leichte Orientierung und kurze Wege.

Die Wartebereiche für die Besucher befinden sich in Flur-Aufweitungen entlang der großzügigen begrünten Innenhöfe, die für eine gute Belichtung sorgen. Die zentralen Besprechungsräume sind gut auffindbar geschossweise angeordnet.

Die nichttragenden Wände zwischen den Büros ermöglichen eine hohe Flexibilität für Nutzungsanpassungen in der Zukunft. Die Überschneidungen der beiden Bauabschnitte lassen das Gebäude zu einem Ganzen verschmelzen, sorgen für eine effiziente gemeinsame Nutzung der zentralen Funktionen, und ermöglichen zahlreiche Synergie-Effekte.