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Nissen Wentzlaff Architekten

Auditorium und Portengebäude

Foto: Ruedi Walti
Foto: Ruedi Walti
Gebäudekategorie
Gemeindezentren, Kulturzentren, Mehrzweckhallen
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2017
Material Fassade
Beton
Kurzbeschrieb Neubau Auditorium und Portengebäude, Kaiseraugst

Die Neubauten des Auditoriums und des Portengebäudes treten als öffentliche Versammlungsbauten in direkten Dialog zur zentralen Parkanlage des Roche Standorts in Kaiseraugst. Monolithisch in Ortbeton gegossen verkettet das Gebäudepaar Innen- und Aussenräume zu einer spannungsreichen, räumlichen Abfolge von der Vorfahrt am Arealeingang bis zur Ankunft im Auditorium mit 700 Sitzplätzen.

Das neue Portengebäude empfängt ankommende Besucher am Areal Kaiseraugst. Neben einer zentralen Eingangshalle beinhaltet das Raumprogramm Shop, Werksdienst, Cafeteria, Fitness Center sowie eine Einstellhalle für rund 650 Parkplätze. Damit das Gebäude sich im Umfeld der deutlich grösseren Nachbarbauten behaupten kann, wurde viel Aufmerksamkeit auf die Klärung der räumlichen Zusammenhänge verwandt:
Eine zweigeschossige Raumschicht vermittelt zwischen den vorgelagerten Freiflächen und dem Gebäudeinneren. Das Raumprogramm wurde so organisiert, dass die grossen, transparenten Räume in der Mitte liegen und die notwendigen Raumabschlüsse sich zu den Enden des Gebäudes hin verdichten. Opake Raumbegrenzungen sind in weissem Ortbeton und Ulmenholz materialisiert, die zahlreichen technischen und funktionalen Anforderungen wurden in die Wandgestaltungen integriert, die Empfangstheke ist – wie Boden und Deckein
Ortbeton monolithisch ausgeführt. Alle haptisch erfahrbaren Bauteile wie Handläufe, Türgriffe und die Theke der Cafeteria sind aus Messing.
Das Gebäude bildet den Auftakt der Gebäudegruppe, die im zentralen Parkbereich des Werkareales den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen als Begegnungsort dienen soll. Die grossen zusammenhängenden Wandflächen aus weiss eingefärbtem, sandgestrahltem Beton zeichnen die Öffentlichkeit des Gebäudes aus, seine reduzierte Materialisierung unterstreicht den Dialog mit der umgebenden Parkanlage.

Das neue Auditorium beinhaltet ein Besucherzentrum, sowie zwei kleine Auditorien mit je ca. 100 und ein Hauptauditorium mit 450 Sitzplätzen.
Die innere Struktur des Auditoriums ist aus der Wegeführung heraus entwickelt: Bereits bei der Anfahrt ist der beleuchtete Saal über eine grosse Nordverglasung weithin sichtbar. Nachdem die Besucher das Portengebäude durchschritten haben, betreten Sie das Foyer des Auditoriums über einen dreiseitig gefassten Vorplatz von Osten her. Wenn man das Hauptfoyer im ersten Obergeschoss erreicht, öffnet sich der Blick über das Parkgelände im Süden. Im Saal angekommen blickt man schliesslich in die Richtung aus der man gekommen ist, nach Norden. Erdgeschoss und erstes Obergeschoss sind somit um 90° gegeneinander verdreht, verbindendes Bauteil ist die freispannende Wendeltreppe aus weiss eingefärbtem Ortbeton. Wand- und Bodenflächen sind in Ulmenholz und weissem Beton materialisiert, die
haptisch erfahrbaren Bauteile wie Handläufe und Türgriffe in Messing. Technische
Anforderungen sind in die Raumbegrenzungen integriert, die Messingdecke temperiert den Saal, wirkt als Schallreflektor und taucht den Veranstaltungen in ein festliches, warmes Licht. Die Materialisierung mit grossen, zusammenhängenden Wandflächen verbindet es mit dem angrenzenden Portengebäude zu einem Ensemble.

Beteiligte Partner

Bauherr:
F. Hoffmann-La Roche AG

Architekt:
Nissen Wentzlaff Architekten

Generalplanung und Construction Management:
Itten + Brechbühl AG