Mehr Infos

WETTBEWERBE

Wettbewerbe

(c) OBERMEYER

Deutsch-Französische Botschaft in Khartum, Sudan

VOF-Verfahren

2016

Teilnehmer: 5

Gegenstand:
Neubau der deutsch-französischen Gemeinschaftskanzlei für die Botschaft in der sudanesischen Hauptstadt Khartum

Anforderungen:
Planung des Neubaus einer deutsch-französischen Gemeinschaftskanzlei für die Botschaft in Khartum (Sudan); zu beachten waren funktionalen Zusammenhänge; Gewährleistung der Sicherheit, Beachtung der erhöhten Hochwassergefährdung

Das 6.000 m² große Baugrundstück, auf dem das Botschaftsgebäude entstehen soll, liegt zwischen dem Blauen Nil und der Kasala Street, einer Hauptverkehrsader in Khartum. Das dreigeschossige Hauptgebäude mit rund 3.440 m² Bruttogeschossfläche gleicht sich mit seiner Geschossigkeit der umliegenden Bebauung an. OBERMEYER obliegt nach dem 1. Preis im Verhandlungsverfahren die Generalplanung über alle Leistungsphasen.
Die Hauptbaukörper stellen sich als zwei Kuben aus handwerklich bearbeitetem Stahlbeton dar, die jeweils durch geschosshohe Fensterschlitzte in unregelmäßigen Abständen aufgelockert sind. Dazwischen befindet sich das etwas zurück gesetzte, dreigeschossige Foyer mit der Erdgeschossfassade, dem Visabereich, der Pforte und den Mitarbeiterräumen, welches die gemeinschaftlichen/ öffentlichen Bereiche von den Büronutzungen akzentuiert. Offene und geschlossene Fassadenflächen bilden eine Einheit. Letztere sind mit einer bronzenen Metallverkleidung eloxiert bzw. lackiert und präsentieren sich somit analog des Farbtons der Alufenster.

(c) OBERMEYER

Forschungszentrum „Weltbeziehungen“, Universität Erfurt

Offener einphasiger hochbaulicher und freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb

2018

Gegenstand:
Neubau eines Forschungszentrums für Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften, Erfurt

Mitbewerber: 46

Anforderungen:
Architektur, die den Forschungsprozess räumlich und funktional begleitet und die differenzierten Kommunikationsmuster sichtbar macht.

2016 genehmigte der Wissenschaftsrat der Universität das Bauvorhaben. 2021 soll der Neubau mit einer Nutzfläche von ca. 2.600 m² und 160 wissenschaftlichen Arbeitsplätzen fertig gestellt sein.
Leitidee des Siegerentwurfs ist die Stadt als gebautes Abbild von Weltbeziehungen. Der Idee wird mit der verzahnten Abfolge öffentlicher, halböffentlicher und privater Räume umgesetzt. Den zentralen Platz bildet die Treppenhalle über sämtliche Geschosse.
Von den Zwischenpodesten erfolgt der Eintritt in den halböffentlichen, ringförmig angeordneten Gemeinschaftsbereich. Basierend auf einer baulichen Systematik gliedert sich dieser alternierend und geschossweise versetzt in geschlossene Kerne und offene Bereiche, die eine Hoffunktion übernehmen. Die als Rückzugsorte fungierenden Bürozellen sind als Einzelbausteine um die Gemeinschaftszone gruppiert und bilden den äußeren Gebäudering. Die einzelnen Reflexionszellen werden in der Fassade thematisiert und jeweils mit einem Rahmen versehen, deren Addition ein bausteinartig aufgebautes Erscheinungsbild ergibt.

Der Neubau ordnet sich in die südliche Bauflucht der beiden bereits bestehenden Baukörper ein. Damit wird eine markante städtebauliche Kante erzeugt. Das Freiraumkonzept ergänzt die Campusanlage, verknüpft die Solitärbauten und greift mittels verschiedener Freiraummodule das Fassadenthema der Zellen auf.

(c) OBERMEYER

Justizvollzugsanstalt in Rottweil, Deutschland

Zweistufiger, europaweit offener Realisierungswettbewerb

2018

Gegenstand:
Neubau der Justizvollzugsanstalt (JVA), Rottweil

Mitbewerber: 53, 2. Phase: 20


Anforderungen:
Planung eines Gebäudekomplexes; dabei war auf die landschaftliche Einbindung zu achten

Im baden-württembergischen Rottweil entsteht eine neue, multifunktionelle JVA mit 500 Plätzen. Der durch Bürgerentscheid beschlossene Standort ist das „Esch“, eine Freifläche nördlich von Rottweil. Rund zwölf Hektar Fläche sind für den Bau nötig. Der geometrisch klar definierte Gebäudekomplex bildet einen Kontrast mit der weich geformten Landschaft. Die Gebäude sind L-förmig angeordnet; zum Neckartal nach Osten und dem Waldrand im Süden hin erstrecken sich die drei T-förmigen Bauten mit Hafträumen. Alle Dächer sind begrünt. Das Areal wird von einer Außensicherung umschlossen. Das Freigängerheim liegt außerhalb und soll als Kommunikationsplattform zwischen Innen und Außen fungieren.
Zu den Neubauten zählt unter anderem auch eine separat zugängliche Dreifachsporthalle.
Für eine attraktive, räumliche Gliederung sorgen begrünte Innenhöfe.

(c) OBERMEYER

Neubau des Bahnhof Mayrhofen im Zillertal, Österreich

Offener, einstufiger, EU-weiter Wettbewerb
2018

Gegenstand:
Baukünstlerischen Vorentwurfskonzepten (reduzierte Vorentwurfsunterlagen) für den Neubau des Bahnhofs Mayrhofen und dessen infrastrukturelle Einrichtungen: Bahnhofsgebäude, Bahnhofshalle, Remise, Überdachungen Busterminal und der Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes.

Mitbewerber: 47

Anforderungen:
(allgem. Ingenieurleistungen, Architektur, Fachplanung)
Städtebauliche Lösung: Einbindung in die Umgebung unter besonderer Berücksichtigung des Ortsbilds
funktionale Lösung: äußere und innere Erschließung, die Zuordnung der Funktionsbereiche, die Funktionalität der Gesamtlösung, die Entwurfsidee, den baukünstlerischer Ansatz, die Gesamtstruktur sowie die architektonische Qualität im Außen- und Innenraum umfasst.
ökonomische und ökologische Lösung: Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit

Im August 2018 hatte die Marktgemeinde Mayrhofen o.g. Realisierungswettbewerb ausgelobt. Der Entwurf von OBERMEYER wurde mit dem 2. Preis belohnt.
Dieser gestaltet den Neubau als markante Empfangsgeste, die sich als Auftakt des Ortseingangs versteht. Besonders prägnant ist dabei das gefaltete Bahnhofsdach, welches die orthogonal gegliederten Hallenbauwerke (Remise, Bahnhofshalle und Gleishalle) mit dem Busbahnhof verbindet. Es soll als Stahlkonstruktion ausgeführt und mit Edelstahlpaneelen verkleidet werden. Deren spiegelnde Oberfläche reflektiert die alpine Umgebung. Im Kontrast dazu steht die Holzverkleidung der Remise und der Bahnhofshalle, die die traditionelle Bauweise des Orts aufnimmt.
Im Nordosten ist ein attraktiver Vorplatz vorgesehen, der an den Ortskern und die Fußgängerzone anbindet.
Das Konzept für die Energieversorgung sieht Photovoltaik-Module auf den nach Süden hin ausgerichteten Dachflächen vor.

(c) OBERMEYER

Umbau und Erweiterung des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Wiehl (NRW)

Offener, hochbaulich-freiraumplanerischer, einstufiger, EU-weiter Realisierungswettbewerb
2018

Gegenstand:
Umbau, Sanierung und Neubau eines Gymnasiums
Mitbewerber: 21

Anforderungen:
Maßstäblichkeit der Bebauung, Integration in den Stadtraum und die Topographie, Funktionalität des Außenraums.
Besondere Herausforderungen: Einbindung in die extreme Topographie (Hanglage mit 17m Höhenunterschied), Umgang mit dem Bestand (ca. 50% sollen erhalten bleiben)

Das Gymnasium in Wiehl mit angeschlossener Drei-Feld-Sporthalle und der Wiehltalhalle liegt auf einem über 24.000 m² großen Hanggrundstück und setzt sich aus drei Trakten zusammen. Nun soll es zu einem innovativen und modernen Bildungs- und Kulturzentrum umgebaut werden. Eine  Machbarkeitsstudie ergab, dass etwa 50 % des Bestands erhalten werden können.
Zu diesem Zweck hatte die Stadt Wiehl einen europaweiten, offenen, einphasigen Wettbewerb ausgelobt, bei dem der Entwurf von OBERMEYER mit dem 2. Preis ausgezeichnet wurde.
Leitidee des Entwurfs ist die Gestaltung eines städtischen, multifunktionalen Forums. Aufgrund der extremen Hanglage sieht das architektonische Konzept ein terrassenförmiges Gebäude mit Pausenbereichen auf den Dächern vor, welches sich den Hang nach unten entwickelt. Die Einbindung von Nord nach Süd soll mittels großzügiger Freitreppen erfolgen.
Es soll ein städtebauliches Ensemble mit einem großzügigen Vorplatz und einem zentralen Eingang im Süden entstehen. Der Hauptgebäuderiegel der Bestandsgebäude im Norden wird in den Neubau integriert.
Für Energieeffizienz sorgen eine hochgedämmte Hülle sowie ein hybrides Lüftungssystem in Kombination mit natürlicher Fensterlüftung. Wärme und Strom werden über gasbetriebene Blockheizkraftwerke erzeugt.