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OBERMEYER

Gleise in luftiger Höhe

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11.04.2016
OBERMEYER gewinnt Wettbewerb für die Erweiterung des Bahnhofs in Guangzhou, China

München/Peking, 06.04.2016
Das chinesische Kalenderjahr des Affen hat für OBERMEYER China erfolgreich angefangen. Im internationalen Wettbewerb „Guangzhou North Railway Station and Surrounding Area“ setzte sich OBERMEYER in Zusammenarbeit mit zwei lokalen Partnerbüros erfolgreich gegen die Konkurrenz durch.

Guangzhou, im Süden Chinas gelegen, ist mit ca. 11 Mio. Einwohnern die Metropole der Provinz Guangdong. Der nördliche Bahnhof stellt einen der sechs großen Verkehrsknoten der Stadt dar. Das aktuelle Gebäude beherbergt jeweils zwei ebenerdige Bahnsteige für die Verbindung von Hongkong nach Peking sowie von Guangzhou nach Wuhan. Sie sollen um vier weitere Bahnsteige für innerstädtische Züge erweitert werden.

Darüber hinaus sollen noch zehn weitere Plattformen für Hochgeschwindigkeitsverbindungen hinzukommen. Diese setzen die Planer nicht ebenerdig, sondern auf einer Höhe von 26 m an. Die Empfangshalle liegt zwischen den bestehenden Bahnsteigen auf Ebene 0 und den neu geplanten in luftiger Höhe. Sie kann auf beiden Längsseiten angefahren werden, um die Bahnreisenden abzuholen oder abzuliefern. Die Passagiere gehen entweder nach oben oder nach unten, um zu den Gleisen zu gelangen. Das Konzept der Doppelstöckigkeit erlaubt eine optimale Ausnutzung der großen Fläche, die von den Gleisen in Anspruch genommen wird. Während oben die Züge fahren, befinden sich auf dem unteren ebenerdigen Level Taxistände, An- und Abholzonen, Bushaltestellen und Parkplätze.

Das Gebiet um den Bahnhof wurde gemäß Transit-Oriented-Design (TOD) entwickelt. Dabei wird versucht, das städtische Leben so nah wie möglich an den Verkehrsknotenpunkten anzusiedeln und die Erschließung mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fördern. Hinzu kommen Mischnutzungen und eine mittlere bis große Höhenentwicklung der Gebäude, um die Wege kurz und das Quartier kompakt zu halten. So bietet das neu entwickelte Umfeld des Bahnhofs von Guangzhou ein Pendant zum Stadtzentrum im Osten sowie zur Wirtschaftszone um den Flughafen im Süden.

Das gestalterische Entwurfskonzept von OBERMEYER orientiert sich an der tausend Jahre alten Geschichte der Großstadt, in der das Wasser eine wichtige Rolle einnimmt. Das Thema spiegelt sich in der wellenartigen Form des Dachs des Bahnhofs wieder, das ein Wechselspiel von Licht und Schatten im Stationsgebäude erzeugt. Entlang der Gleise auf der Nord-Süd-Achse ist eine Fußgängerzone mit Grünflächen geplant, die ein maßgebliches Gestaltungselement der Stadtplanung werden soll.

Neben dem Wettbewerb in Guangzhou haben die Planer von OBERMEYER China noch zwei weitere Wettbewerbe in China gewonnen. Lesen Sie mehr darüber auf www.opb.de.