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Patalab

Empfindsame Geometrien

Patalab
Patalab
Gebäudekategorie
Museen, Galerien
Ort
Secondhome Projects
Berlin
Deutschland
2015

Status
Ausstellung

In Zusammenarbeit mit
Jan Piotrowicz

"Empfindsame Geometrien" vereint Zeichnungen, Modelle, Fotografien und Apparaturen, die die Produktion von architektonischem Raum zum Inhalt haben und dessen unstete, subjektive und phänomenologische Qualitäten untersuchen. Dabei werden gewohnte Denk- und Sehgewohnheiten hinterfragt, indem zum einen die verschiedenen Repräsentationstechniken gegenübergestellt werden und zum anderen Raum als ephemeres Produkt komplexer Transformationsprozesse verstanden wird.

Die Ausstellung beinhaltet zwei Arbeitsstränge: fünf Treppenräume und vier architektonische Maschinen. Die Treppenräume wurden von 'Patalab Architektur entworfen und über einen Zeitraum der letzten 6 Jahre an verschiedenen Orten Londons realisiert. Jan Piotrowicz, Fotograf aus Manchester, hat diese in detailreichen Aufnahmen dokumentiert. Seine Bilder sind Interpretationen, die durch das Medium der Fotografie die Treppenräume re-komponieren. Den Bildern Piotrowicz' werden Modelle und Zeichnungen der Architekten gegenübergestellt. Durch Fragmentierung, Überlagerung und mehrpunktperspektivische Darstellung sind sie Re-Konstruktionen, die die zeitliche Komponente in der Raumwahrnehmung lesbar machen. 

Die vier architektonischen Maschinen, erdacht und gebaut von Uwe Schmidt-Hess, Gründer von Patalab Architektur, formen zusammen einen mechanischen Garten - eine Installation, in der Raum dynamisiert und transformiert wird - erblühen und verwelken kann. Der rationale und monoton-funktionale Charakter der Maschine wird aufgeweicht und subjektive Imaginationsräume eröffnet. In Zeichnungen und Fotografien sind diese festgehalten und so noch einmal transformiert.

Die Ausstellung mischt beide Arbeitsstränge und verwischt bewusst ihre Grenzen. Es werden die Maschinen, ihre Konstruktionspläne und Bewegungsbilder in loser Folge mit Treppenmodellen, Treppenzeichnungen und - fotografien gezeigt. Somit wird der Gallerieraum selbst erlebbare Projektionsfläche empfindsamer Geometrien, denen nachzuspüren der Besucher eingeladen ist.