Zurück zum Profil
pinkarchitektur

Lighthouse, Düsseldorf

Foto: Taufik Kenan, Berlin
Foto: Taufik Kenan, Berlin
Ort
Düsseldorf
Gebäudekategorie
Büros, Banken
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2010
Material Fassade
Werkstein
Ein kraftvoller Auftakt zur neuen Unternehmerstadt Düsseldorf

„Im prosperierenden Düsseldorfer Norden setzt das Büro- und Verwaltungsgebäude  Lighthouse mit seiner faszinierenden LED-Lichtfassade ein leuchtendes und nachhaltiges architektonisches Zeichen.“
Thomas Pink

pinkarchitektur
Das Architekturbüro pinkarchitektur ist bekannt für seine klare und hochwertige Architektursprache und die Nachhaltigkeit seiner Konzepte. Seit Gründung des Büros 1994 sind weit über 200 Projekte, davon zahlreiche national und international ausgezeichnet, entstanden. Seit 2005 lenkt der gebürtige Hamburger Architekt Thomas Pink in alleiniger Verantwortung das Architekturbüro und hat mit seinem Team durch außergewöhnliche Umnutzungs- und Neubau-Projekte maßgebliche Beiträge zur baukulturellen Stadterneuerung geliefert. Besonders seien die Projekte »Umnutzung der ehemaligen Ulanenkaserne« zum Kreativ-Campus »Ideenbotschaft« des Unternehmens Grey und die aktuellen Neugestaltungen der Wohn-Quartiere Färberstrasse »Bilker-Höfe« und Westfalenstrasse in Düsseldorf sowie die Terassenhäuser im Universitätsviertel Essen erwähnt. Als Prototyp wird derzeit in Düsseldorf-Oberkassel die Umnutzung einer ehemaligen Kirche in ein Familien-Zentrum mit Kindertagesstätte realisiert.

Auftakt zum neuen Quartier
Im Düsseldorfer Norden zwischen Flughafen, Messe und Stadtzentrum wurde 2010 der Bürokomplex »Lighthouse« eröffnet. Mit insgesamt rund 11.300 m² Fläche bildet das siebengeschossige Eckgebäude den Auftakt zur neuen, sogenannten »Unternehmerstadt« im prosperierenden Düsseldorfer Norden.
Die kraftvolle Kubatur markiert mit seiner Leuchtkraft den Übergang eines ehemaligen Industrieareals in ein attraktives, urbanes Büro- und Wohn-Quartier.
Bei der Planung wurde besondere Sorgfalt auf räumliche Flexibilität, klare Gestaltung und eine angenehme Arbeitsatmosphäre gelegt. Die markante Gestalt des Gebäudes rundet das Bild einer zukunftsfähigen und wertschöpfenden Immobilie ab. Die vielfältigen Nutzungen durch Showrooms mit Lounges, Consultants, Ingenieure und einen Fitnessclub inklusive Schwimmbad bestätigen den Erfolg dieses Konzeptes.

Licht – Skulptur – Stadtraum
Unverwechselbar wird das Gebäude durch komplett umlaufende LED-Leuchtbänder, die in Schattenfugen verlegt und mit Licht scheiben abgedeckt sind. Ein Bus-System steuert die auf insgesamt rund 1.400 Metern Strecke verlegten kleinen LEDs. So sind sowohl eine statische Beleuchtung als auch dynamische Effekte möglich. Eine Videoinstallation des Künstlers Stefan Zirwes setzt die künstlerische Idee
»Licht - Skulptur - Stadtraum« im Foyer des Gebäudes stringent fort.
Die in rötlichem Braun durchgefärbten Werksteinrahmen gliedern die Hülle des Gebäudes in abwechslungsreiche Cluster. Die imposante Treppenanlage aus dem gleichen farbigen Betonwerkstein vervollständigt die skulpturale Wirkung des Gebäudes. Der Innenhof des U-förmigen Gebäudes auf rhomboid verzogenem Grundriss bietet eine geschützte, begrünte Oase.

Flexibilität, Nachhaltigkeit und Effizienz
Das Lighthouse ist als Bürogebäude mit hoher, modularer Flexibilität geplant.
Dies wird ermöglicht durch ein entsprechendes statisches Konzept mit variabel gestaltbarem Innenausbau. Das Gebäude wird komfortabel über zwei Kerne mit entsprechenden Aufzügen erschlossen. Im Innern des Gebäudes geben Glas, Aluminium, Holz und natürliche Farben den Ton an.
Der hochreflektierende außen liegende Sonnenschutz in Form von Aluminium-Lamellenraffstores schützt technisch und wirtschaftlich optimal vor übermäßigen solaren Einträgen. Zusätzlich zu einer Be- und Entlüftungsanlage steht dem Nutzer eine natürliche Belüftung über raumhohe Fensterflügel zur Verfügung. Im Sommer schaltet sich die Kühlung energieeffizient aus, sobald die Flügel geöffnet werden.
Der thermische Raumkomfort erfolgt über eine Betonkerntemperierung in allen Geschossdecken. Zur raumweisen Regelung werden achsweise zusätzlich Heiz-Kühl-Segel abgehangen, die individuell und zur Energieeinsparung über einen Präsenztaster gesteuert werden können. Alle Büroflächen verfügen über eine Be- und Entlüftung mit temperierter Luft. Die großzügige natürliche Belichtung und das ausgefeilte Schallschutzkonzept tragen überdies zu einer angenehmen Atmosphäre und idealen Arbeitsbedingungen für Nutzer wie Besucher bei.

DGNB-Auszeichnung
Das Lighthouse verkörpert ein optimiertes, leistungsfähiges System Energie einsparender Komponenten und zeigt neue Wege im Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit auf. 2009 wurde das Büro- und Verwaltungsgebäude mit dem Vorzertifikat in Silber der DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V.) ausgezeichnet. Die Vollzertifizierung wird aktuell durchgeführt.

»Wir legen in unserer Architektur besonderen Augenmerk auf die Nachhaltigkeit und die gesamtzyklische Betrachtung eines Gebäudes. Die zunehmende Bedeutung dieser Themen wird uns durch die Vorzertifizierung des Projektes Lighthouse Düsseldorf mit dem »Deutschen Gütesiegel Nachhaltiges Bauen« durch die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen e.V. bestätigt und zudem als messbare Qualität für Bauherrn und Nutzer dokumentiert.
Dieses Ratingsystem geht über die rein ökologischen Aspekte des »green building« hinaus und bewertet ebenso die ökonomische Leistungsfähigkeit dieses innovativen Neubaus. Das Lighthouse zeigt neue Wege im Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit auf. Die kraftvolle Kubatur mit den ausdrucksstarken Licht-Bändern verkörpert ein optimiertes, leistungsfähiges System Energie einsparender Komponenten.« Thomas Pink


Bauherr:
Lighthouse development GmbH, Düsseldorf