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Profil
Was zählt, ist das Ergebnis: dass Menschen sich in unseren Landschaftsarchitekturen wohlfühlen und dass die funktionalen Anforderungen unserer Auftraggeber erfüllt sind. Die Qualitäten unserer Ergebnisse werden bestimmt von einer reflektierenden planerischen Haltung. Diese zu kennen und kognitiv zu verstehen, ist für den Nutzer nicht unbedingt erforderlich - er kann diese ja sehen, fühlen, riechen und begreifen. Doch weitet das Verständnis den Blick und öffnet den Weg zu tieferem Erleben.

Als Landschaftsarchitekten berühren und bewegen wir mit unseren Werken die Menschen. Wir "spielen" mit den Sehnsüchten nach Natur und Landschaftserlebnis, mit der Intention nach Ruhe, einer Reduktion der Eindrücke und Schönheit. Diese emotionale Wahrnehmung eröffnet uns den Freiraum für kreatives Schaffen in und mit der Natur sowie für das kalkulierte künstlerische Verlassen und Verändern des Natürlichen. Diese Freiheit ist jedoch kein Selbstzweck. Durch Haltung übernehmen wir Verantwortung und Gewährleistung: für das Spielerische, Schöne und Faszinierende im Rahmen von Funktionalität und Wirtschaftlichkeit, Nutzen und Dauerhaftigkeit. Mit Kreativität und Können gestalten wir Lebensräume.

Ohne Licht kein Schatten, und umgekehrt: ohne Dunkelheit kein Licht. Aus jeder Dualität oder Gegensätzlichkeit entsteht Spannung, Bewegung, ja Lebendigkeit. Voraussetzung dafür ist das Reine, Unverfälschte und Einfache der jeweiligen Komponenten. Nur so sind diese im Einzelnen wie im Zusammenspiel erkennbar und erfahrbar, also wirksam. Dieses Prinzip ist Grundlage für die Gestaltung unserer Landschaften, ob Park, städtischer Freiraum oder Garten. Mit wenigen, durchaus konträren, in jedem Fall eigenständigen Formen und Materialitäten (Materialien und deren Eigenschaften), bewirken wir Aufenthaltsqualitäten und Raumerlebnisse. Wir nutzen dafür solche Formen und Materialitäten, die sich klar unterscheiden und ergänzen, sich multiplizieren und doch stets ein homogenes Ganzes bilden. So erreichen wir Identität und eben jene Dualitäten, die die Wahrnehmung der Menschen anregen, Lebendigkeit und Schönheit initiieren. Die Methodik dazu basiert auf den Elementen System, Serie, Struktur, Reihe und Monochromie - dem Mit- oder Gegeneinander von Individuum und Masse.

Beispiel Dycker Feld, Kreis Neuss. Auf einem Feld haben wir einen neuen Landschaftspark geschaffen, und zwar wieder als Feld. Der großflächige Anbau von Miscanthus (Chinaschilf), kombiniert mit integrierten und temporären Gärten, ist eine neue Interpretation der ursprünglichen Nutzung und eine zeitgemäße Parklandschaft zugleich. In der vielfältigen Überlagerung von Grüntönen, im Zusammenspiel von Dichte und Weite, zwischen Irritation und Anschaulichkeit sind künstlerische und doch natürliche Erlebnisräume entstanden - im Wesentlichen mit den Qualitäten und der Präsenz einer einzigen Pflanze.

Pflanzen sind das zentrale Instrument unseres Wirkens. Wir setzen diese oft (ein wenig) anders ein, als man es üblicherweise kennt. Über die Stärkung des Vorhandenen und den gezielten Einsatz von Neuem schaffen wir Aufmerksamkeit und Vergegenwärtigung, Orientierung und Raumerlebnis. Das Architektonische dient dabei der Ordnung der aus der Pflanze hervorgehenden und sich immer wieder verändernden Wildheit. Aus dieser Dualität generieren wir die Kompositionen unserer Arbeiten. Im Zyklus der Jahreszeiten erreichen wir so die Erfahrbarkeit von Zeit: Wachstum, Reife, Vergehen und Neubeginn. Form und Materialität sind dabei kaum voneinander zu trennen. Form beziehungsweise Architektur entsteht aus Geometrie, Modulation und Setzung, dem Einsatz vom Stufen, Mauern, Plateaus, Einfassungen, Wegen, Plätzen, Bänken und Skulpturen - und eben durch die Wahl der Pflanzen, die Art und Proportionen der Anpflanzung, nicht zuletzt deren Pflege.

Beispiel Platz der Vereinten Nationen, Bonn. Der Ort ist nicht nur Ab- und Auffahrt zur Konrad-Adenauer-Brücke, sondern in erster Linie ein wichtiges Entree zu einem bedeutenden UN-Standort. Diese Gegensätzlichkeit verlangt eine intellektuelle wie landschaftsgestalterische Neuinterpretation der Platzgestaltung. Beim Durchfahren ist der weitläufige Ort als ein einzigartiger und zusammenhängender Raum mit besonderer Bedeutung (Identität) erfahrbar. Dies erreichen wir durch die horizontal geprägte topografische Modulierung, die Monochromie der Bepflanzung und einen vertikalen Fahnenvorhang.

Beispiel T-Mobile-Stadt, Bonn. Funktionalität und Ökologie sind hier die landschaftsarchitektonischen Polaritäten. Die Gestaltung der Grünräume erfüllt alle technischen Parameter, wie zum Beispiel die freie Feuerwehrzufahrt. Zugleich erscheint der Gebäudekomplex wie selbstverständlich in eine "wilde" Umgebung aus Gräsern, Bäumen und Wasserflächen integriert. Die hier arbeitenden Menschen erfahren Grün nicht als Kulisse, sondern als eine die Sinne anregende Natürlichkeit.

Man kann viel über seine Gedanken und die Ansprüche an eine Landschaftsarchitektur schreiben, über Poesie, Wahrheit und Schönheit, doch gehören auch Zufall, Glück und Spontanität zum Entwurf und dessen Gelingen. Für mich bleibt das Schöne immer unergründlich. So wie Theodor W. Adorno in den Windstücken von Paul Valery den folgenden Satz den charakteristischen nennt: "Das Schöne erfordert vielleicht die sklavische Nachahmung dessen, was in den Dingen unbestimmbar ist."

Landschaftsarchitektur ist bei aller Inspiration und emotionaler Wirkung jedoch keine Kunst. Sie ist vielmehr eine kreative Ingenieurleistung verbunden mit gärtnerischem Handwerk. Entwerfen und Gestalten verlangt einen intuitiven und geübten Umgang mit Architektur und Pflanzen. Wir ordnen und initiieren, wir schaffen Identitäten und Möglichkeiten. Gleichzeitig setzen wir unsere Erfahrung, unser Wissen und Können ein, um die Anforderungen von Auftraggebern und Nutzern sowie private und öffentliche Belange konsequent zu erfüllen.

Dafür ist es notwendig, Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung als Ganzes zu begreifen. Alle Planungsebenen müssen berücksichtigt, evaluiert und bearbeitet werden. Das reicht von raumgreifenden Konzepten und Machbarkeitsstudien für Großprojekte bis zu Details der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung. In Umweltverträglichkeitsstudien, landschaftspflegerischen Begleitplänen und Ausführungsplanungen müssen Baumaßnahmen auf ihre Umweltverträglichkeit geprüft und geeignete Maßnahmen zum Schutz und zur Entwicklung von Naturhaushalt und Landschaftsbild formuliert werden. Die sorgfältige Erfassung der natürlichen Gegebenheiten, der planungsrechtlichen Vorgaben und der konkreten Entwicklungsziele sowie interdisziplinäres Arbeiten bilden dabei ebenso die Basis für qualitätsvolle Ergebnisse wie die Moderation der Planungsprozesse.

Beispiel Masterplan emscher:zukunft, Ruhrgebiet. In einer Planergemeinschaft mit Ökologen, Stadtplanern, Architekten und Wasserbauingenieuren sind wir daran beteiligt, durch die Renaturierung des Flusslaufes dem Ruhrgebiet einen über 60 Kilometer langen, von Ost nach West durchgängigen, Freiraum zurückzugeben. Dieser Raum soll als Naherholungsgebiet erlebt werden und unter Wahrung der vorhandenen Ästhetik neue Identifikation schaffen. Schließlich erfüllt er auch Verlinkungs- und Vernetzungsfunktionen. Die Aufwertung der Emscher wirkt sich so auf das nahe und weitere Umfeld aus. Dies erreichen wir durch die Weiterführung des vorhandenen Wegenetzes und das Einflechten von Freizeitstrukturen, die Ausbildung besonderer Orte und die Einbindung von Attraktoren sowie das Aufweiten des Flussgebietes zu Landschafts- und Siedlungsbuchten.

In einem Inhalts- und Formenkatalog vereinen wir die unterschiedlichen Ansprüche eines zeitgemäßen öffentlichen (Grün-) Raumes, entstanden aus der Vision des IBA -Emscher Landschaftsparks: von der Ökologie über die Entwicklung städtischer und ländlicher Naturzonen und Freiräume bis zur Pflege des Landschaftsparks als nachhaltiges Kulturgut.

Natur und Landschaft sind weitgehend vom Menschen geformte Lebensräume, für deren Erhalt und Wachstum wir als Planer große Verantwortung tragen. In diesem Kontext sehe ich mich als Verwalter und Entwickler eines über Jahrzehnte aufgebauten Erbes im Büro RMP Landschaftsarchitekten. Die Zukunft unseres Unternehmens, und damit auch die Qualität unseres Wirkens, basiert auf dem Respekt vor dem Geschaffenen wie auf dem Experiment, immer wieder Neues zu finden und Erneuerung zu fördern. In der Gewissheit, dass die langjährige Erfahrung stets gute und funktionierende Ergebnisse gewährt, zugleich auch Überraschendes ermöglicht.
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