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Schmidt-Schicketanz Planer

Justizpalast und Oberlandesgericht München

Verhandlungsverfahren 2008
Foto: FOTO Krumnow, Bannewitz
Foto: FOTO Krumnow, Bannewitz
Ort
München
Gebäudekategorie
Justiz, Polizei, Feuerwehr
Bauvorhaben
Umbau
Jahr der Fertigstellung
2015
Material Fassade
Mauerwerk
Bauherr Staatliches Bauamt München I
Bauvolumen 30,2 Mio. EUR
BGF 68.910 m²
Realisierung 2009 - 2015
Entwurf Staatliches Bauamt München 1

Der Justizpalast wurde zwischen 1891 und 1897 als neubarocker, viergeschossiger Monumentalbau mit zwei Innenhöfen und einer markanten Glas-Eisen-Kuppel über der Eingangshalle errichtet. Er gilt als eines der Hauptwerke des Historismus in Deutschland.

Das Oberlandesgericht, in den Jahren 1903 bis 1905 in Sichtziegelbauweise im neogotischen Stil erbaut, besteht aus viergeschossigen Satteldachbauten mit markanten Stufengiebeln und einem fassadenständigen mittleren Turm.

Beide Gebäude wurden von Friedrich von Thiersch geplant. Sie liegen in der Münchner Innenstadt zwischen Hauptbahnhof und Karlsplatz/Stachus und stehen unter Denkmalschutz. Nachdem beide Gebäude während des 2. Weltkriegs stark beschädigt worden waren, erfolgte in den 1950er Jahren der Wiederaufbau. Seither wurden keine grundlegenden Renovierungen vorgenommen, so dass vor allem die Sanitäranlagen und die Elektroinstallationen dringend erneuerungsbedürftig waren. Auch Brandschutz und Gebäudesicherheit entsprachen nicht mehr den heutigen Anforderungen und geltenden Vorschriften.

In insgesamt drei Bauabschnitten wurden umfangreiche Brandschutz- und Sanierungsmaßnahmen bei laufendem Betrieb durchgeführt. Dabei entfielen auf den ersten Bauabschnitt unter anderem die Sanierung der Innenhoffassaden einschließlich der historischen Holzfenster, der Einbau von Brandschutztüren und das Aufrüsten der vorhandenen Türen. Auch die Erneuerung aller Sanitärbereiche, die Neugestaltung von Sitzungssälen inklusive deren Technikinstallation sowie der Einbau einer neuen Sicherheitsschleuse waren Teil dieses Bauabschnitts.