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SCHMUCKER und PARTNER

Revitalisierung Rheinvorlandspeicher, Mannheim

Adresse: Rheinvorlandstraße 7, 68159 Mannheim

Planungs-/Bauzeit:   09/2011 – 04/2013    
Gesamtkosten:          rd. 8 Mio. €
HNF:                            6.000 m2
       
HOAI Leistungsphasen 1 – 9

Lage / Ausgangssituation
Das prägnante Speichergebäude im Hafengebiet, eine architektonische Landmarke aus den 50er Jahren mit direkter Rheinuferlage in fußläufiger, zentrumsnaher Anbindung zu vielen kulturellen Einrichtungen, der Universität im Schloss sowie dem Zentrum der Metropole in der Rhein-Neckar Region, bietet Platz für neue Nutzungen, wie z. B. Büroflächen, Verkauf, Kultur oder Hotel und Gastronomie.

Die unmittelbare Lage am Anlegesteg für Kreuzfahrtflussschiffe, die pro Saison mit ca. 500 Schiffen um die 75.000 Touristen nach Mannheim bringen, bedeutet eine besondere Visitenkarte für Mannheim, die bisher gänzlich vernachlässigt wurde. Der Baukörper mit Süd-West Ausrichtung zur Rheinuferseite hat hier Potential als neues Markenzeichen für die Quadratestadt. Die gerade neu geschaffene Platzsituation an der Rheingalerie in Ludwigshafen auf der gegenüberliegenden Uferseite stärkt diese Lage noch zusätzlich.

Ideen zum Nutzungskonzept
Die Revitalisierung durch die Mannheimer Architekten Schmucker und Partner Planungsgesellschaft mbH sieht vor, den seit langem nicht mehr genutzten Gebäudekomplex gegliedert nach seiner Bestandsstruktur, unterschiedlichen Nutzungen zu zuführen.

Das EG und Untergeschoss ist hervorragend für Retail und Gastronomie denkbar.
Die besonders durch die ehem. Nutzung des Speichers geprägte Bestandssubstanz zeigt hier mit Raumhöhen zwischen 4-6 m fast Kathedrale Raumeindrücke, die in dieser Art nur sehr selten zu finden sind.

Im 1.-6. OG bieten die kopfseitigen Flächen eine größtmögliche Flexibilität durch frei aufteilbare Raumstrukturen von jeweils ca. 500 m2, die eine Büronutzung hervorragend unterstützen. Besonderen Charme haben die zweigeschossigen Besprechungsräume zur Rheinseite, die zu Meetings einladen. Eine Koppelung von Geschossen ist durch interne vertikale Erschließungen möglich.

Die Nord-Ost-West Ausrichtung ermöglicht eine gleichmäßige natürliche Belichtung und schafft so eine hohe Qualität für attraktive hochwertige Arbeitsplätze. Das 7. OG als oberste Etage kann zu einer Gesamtnutzfläche bis zu ca. 1.300 m2 genutzt werden, da sich hier keine Speicherhohlräume mehr befinden.
 
Eine Nutzung kann sogar von innen nach außen wandern, da die gewaltige Fassadenfläche des fensterlosen Silobereiches Möglichkeiten einer besonderen Präsenz am Standort zulässt. Neben der Möglichkeit von großflächigen, temporär wechselnden Werbeflächen, ist unter anderem angedacht hier z.B. eine dreidimensional erlebbare Kletterwand  in Form von stilisierten Innenstadtquadraten, als Mannheim VERTIKAL umzusetzen, die auch den ankommenden Schiffstouristen die Stadt Mannheim als positive Visitenkarte visuell näher bringt.

Auch von Seiten der energetischen Haustechnik wird das Gebäude, trotz seines zum Teil rohen, loftartigen Charakters im Innern zukunftsweisende Techniken, wie z.B. geothermische Uferfiltratnutzung des Rheinwassers zur Speisung von Kühl/-Heizdeckensegelelementen via Wärmetauscher und transportierbare Latentwärmespeichermodule zur Wärmeversorgung einsetzen.