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Staab Architekten GmbH

Zentraldepot der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten in Potsdam

Fotograf: Marcus Ebener
Fotograf: Marcus Ebener
Ort
Potsdam
Gebäudekategorie
Museen, Galerien, Kunsthallen, Dokumentationszentren
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2018
Material Fassade
Mauerwerk
Das Zentraldepot für das Kunstgut der Stiftung Preussische Schlösser und Gärten (SPSG) wurde nahe dem Potsdamer Hauptbahnhof errichtet, ein Skulpturendepot soll als zweiter Bauabschnitt folgen. Der Bau ergänzt das Wissenschafts- und Restaurierungszentrum der SPSG, das ein Jahr zuvor neben dem Schlosspark von Sanssouci fertiggestellt wurde. Unter konservatorisch festgelegten Bedingungen werden die Kunstgüter im Depot verwahrt, bei Kontaminierung in Spezialräumen vor der Einlagerung gereinigt und für Ausstellungen oder wissenschaftliche Begutachtungen bereitgestellt.
Städtebaulich reiht sich der langgestreckte Zweckbau auf dem ehemaligen Gelände des Ausbesserungswerks der Reichsbahn in die Struktur der angrenzenden Gewerbebauten ein. Asymmetrische Giebeldächer und schmale Entrauchungspaneele rhythmisieren die Ziegelfassade des Depots und geben ihm eine einprägsame Gestalt. Zur Straße hin wechselt die Fassade in eine helle, vertikal strukturierte Metallverkleidung mit einem Rahmenelement im Erdgeschoss, hinter dem sich Eingangs- und Anlieferungsbereich und Arbeitsräume befinden. Fassadenschwerter greifen die vertikale Faltung der Stirnfassade auf und führen die Gestaltungselemente der Fassade zu einem Gesamtbild zusammen.
Der am Passivhausstandard orientierte Betonskelettbau ist auf einen minimierten Energie- und Wartungsaufwand ausgelegt. Massive Decken und je nach Bereich 30 - 50 cm dicke Kalksandsteinausfachungen stellen ein stabiles Temperatur- und Feuchtigkeitsniveau sicher.